# Julian Wolter (Faaren Group) und Maik Kynast (Santander Deutschland)

URL: https://www.tim-kloetzing.de/podcast/benzingespraeche/189-julian-wolter-faaren-group-und-maik/
Reihe: Benzingespräche
Folge: 189
Datum: 03.06.2026
Dauer: 24 Min
Gäste: Julian Wolter, Maik Kynast

## Worum es geht

Warum kooperieren eine Bank und ein Mobilitätsanbieter? In dieser Episode spreche ich mit Julian Wolter von der Faaren Group und Maik Kynast von Santander Deutschland über eine richtungsweisende Kooperation: Wie entsteht aus klassischem Leasing und digitalem Auto-Abo ein völlig neues Angebot für Händler und Endkunden? Wir nehmen euch mit hinter die Kulissen unseres gemeinsamen Projekts, das Flexibilität, Digitalisierung und Convenience auf ein neues Level hebt. Gemeinsam diskutieren wir, wie Händler und Hersteller von dieser Innovation profitieren und warum die Verschmelzung von Abo und Leasing den Markt nachhaltig verändern könnte. Wir teilen unsere Erfahrungen aus der Branche, erzählen von den ersten Herausforderungen und Erfolgen und wagen einen Ausblick auf die mobile Zukunft. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, warum Abo Plus mehr als nur ein Buzzword ist! Faaren Group: [www.faaren.com](https://www.faaren.com) Santander Deutschland: [www.santander.de](https://www.santander.de) Julian Wolter auf LinkedIn: <https://www.linkedin.com/in/julianwolter/> Maik Kynast auf LinkedIn: <https://www.linkedin.com/in/maik-kynast-8640b6137/>

## Links aus der Folge

- [www.faaren.com](https://www.faaren.com)
- [www.santander.de](https://www.santander.de)
- [www.linkedin.com/in/julianwolter](https://www.linkedin.com/in/julianwolter/)
- [www.linkedin.com/in/maik-kynast-8640b6137](https://www.linkedin.com/in/maik-kynast-8640b6137/)

## Gespräch als Text

Automatisch erstellte Abschrift, Namen abgeglichen.

[00:00] Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content Creator und freier Automarketingberater. Herzlich willkommen zurück in meinem Podcast Benzingespräche und heute gleich mit zwei Gästen, wovon der eine Gast mein einziger Abonnent ist, wie wir gerade festgestellt haben.

[00:59] Stammhörer. Stammhörer und Abonnent, aber vielleicht der andere, der hört da vielleicht auch gelegentlich rein. Anyway, der Julian hat sich gerade schon verraten, der hat nämlich laut gelacht, der war auch schon mal hier zu Gast und das ist schon ein paar Tage her, aber heute haben wir so einen etwas anderen Aufhänger, deswegen ist er nochmal da. Also, zu Gast heute Julian Wolter, CSO von der Fahren Group. Hallo Julian. Hallo Tim. Vielen, vielen Dank. Ja, schön, dass du wieder da bist. Und auf der anderen Seite haben wir heute mal dabei den Mike Kienast, Preisleiter Vertrieb Mobilität von Santander Deutschland. Hallo Mike. Hallo Tim. Ja. Ich war gerade noch im Überlegen, ob ich nicht auch so einen geilen Titel wie CSO bräuchte oder sowas, aber ist ein anderes Thema. Ja, da müssen wir mit noch ein paar Leuten sprechen, aber das kriegen wir bestimmt hin, da lege ich ein gutes Wort für dich ein. Ich habe auch schon gesagt, meine Bewerbung an dich für so einen bestimmten Job ist ja in der Post, aber kommt wahrscheinlich nie an. Ja, Julian war hier schon mal zu Gast. Mike, du stehst in der Tat auf meiner Liste als Gast. Jetzt haben wir heute so eine Doppelfolge. Das ist schon mal eine Androhung. Ich werde bei dir auch noch mal auf der Matte stehen, um dich auch noch mal zu durchleuchten.

[02:08] Ja. Okay, sehr gut. Fangen wir mal so an. Mike, stell dich doch mal bitte kurz vor, wer dich noch nicht kennen sollte. Also wer mich noch nicht kennt, Mike Kynast. Ich bin mittlerweile seit elf Jahren bei Santander für den Non-Captive-Vertrieb zuständig. Also alles, was bei uns nicht Volvo und Mazda ist, plus noch mal Einkaufsfinanzierung und so ein paar andere Kleinigkeiten. Ansonsten über viele Jahre hinweg Carguy. Das ist, glaube ich, so eine Thematik, die uns alle sehr gut betrifft. Ich habe noch mal das Privileg, ich habe mal in meinem früheren Leben als Kfz-Mechaniker versucht anzufangen und habe dann festgestellt, dass zwei linke Hände dabei nicht wirklich helfen. Deswegen das Thema Bank, das passt besser. Aber wenn dann Bank, dann Autobank. Sehr gut. Okay. Lieber Julian, stell dich auch noch mal bitte vor. Ja, ich bin Julian. Bin seitdem ich krabbeln kann, ein wahnsinnig automobilaffines Kindchen.

[02:58] Also sprich wirklich, das Auto dreht sich oder ist der absolute rote Faden meines Lebens. Ja, heute bin ich in der Geschäftsleitung der Firma Fahren, fahren.com. Wir sind Deutschlands größter Autoabomarktplatz und ja, wir haben uns das zum Auftrag gemacht, dass wir letztlich ja, ein Auto digital buchbar machen. Und ich stehe total hinter dem Thema, mache das seit ganz, ganz vielen Jahren und freue mich, dass wir heute über ein echt, echt interessantes und spannendes Thema sprechen dürfen. Exakt. Denn wir haben da ein bisschen was gekocht. Die Auto-Köche. Das Bild jetzt wieder rauszukommen. Ja, also, Kontenanz. Wir haben heute nicht so den klassischen Personality-Talk, wo eine Person so im Fokus steht mit, wie ist der Werdegang und wie sind die Erfahrungen und wie sieht die Person so die Zukunft, sondern es geht da um etwas, was mich persönlich interessiert.

[03:53] Denn vor kurzem las ich von einer Kooperation zwischen einer Bank und einem Mobilitätsanbieter. Und genauer, sonst wären die beiden Kollegen ja nicht hier, der Santander und Fahren. Und das Interessante dabei, es geht um ein gänzlich neues Angebot. So habe ich das zumindest verstanden. Und da ich euch beide so gut kenne, habe ich das Glück gehabt, euch jetzt einzufangen. Und wir nehmen heute auch live auf in Mönchengladbach. Danke an die Santander fürs Sein-Dürfen, dass ihr euer Gast gebt. Dass wir darüber mal sprechen, weil wenn ich da, ich glaube, ihr seid am besten im Thema. Und ganz offene Frage, was passiert denn da gerade und woher kommt das? Ich gucke jetzt mal den Mic an, einfach. Ich würde einfach mal mit einer kleinen Story aus Oktober 2024 anfangen.

[04:39] Wir zwei in Nürtingen eigentlich darauf gepolt, Vorträge anzuhören und uns weiterzubilden. Haben draußen gestanden, haben über ein Thema gesprochen, was Händler betrifft. Und zwar wart ihr schon fröhlich bei Fahren am Wachsen und seid immer wieder auf ein und dasselbe Problem gestoßen, dass die Händler gesagt haben, das ist ja alles total cool. Aber so nach Corona, meine Bestände gehen wieder nach oben. Ich brauche da eine Refinanzierung, wie kriege ich das gemanagt und, und, und. Weil er gesagt hat, da haben wir grundsätzlich eine Lösung. Geht über Einkaufsfinanzierung, geht über Leasing. Können wir alles managen für die Händler, dass sie ein Refinanzierungstool für ihre Auto-Abo-Fahrzeuge haben. Und aus dem Gespräch heraus haben wir gesagt, naja, aber wenn wir schon über Leasing sprechen, dann kann man ja auch überlegen und sagen, warum sollte eigentlich der Händler das Auto refinanzieren?

[05:30] Und wenn wir über Leasing sprechen, das ist ja eigentlich, eigentlich ist ja Abo nur ein cooler Name für Leasing. So, das war so der Einstieg. Dann haben wir das Ding dann mal weiter ausdiskutiert. Abo ein cooler Name für Leasing, alles klar. Okay, Julian, greif den Ball mal auf. Das war wirklich witzig, weil wir eigentlich immer in den nächsten Vortrag wollten. Waren ja auch ganz, ganz interessante Speaker. Und daraus sind irgendwie, ich meine, fünfeinhalb Stunden dann geworden, die wir dann da draußen standen, bei schönem Wetter immerhin. Ich saß drin und ich habe mich fortgebildet. Du hast Mike vermisst, weil er ursprünglich mal neben dir saßt. Ja, ja, genau. Ja, das war wirklich ganz, ganz entzückend eigentlich, weil wir wirklich mit diesem Grundproblem immer konfrontiert sind. Also wir, wir enablen Autohäuser oder auch Autohersteller, selbst ein Auto-Abo-Angebot in den Markt zu bringen.

[06:17] So, jetzt starten wir im besten Falle erfolgreich mit einem Händler. Erfolgreich heißt, es ist betriebswirtschaftlich sinnvoll. Man verdient Geld damit. Wenn man Geld mit einer Sache verdient, dann will man davon mehr machen. Dann kommt genau dieses Problem, unser Grundproblem. Das Auto ist in den meisten Fällen quasi in den eigenen Linien. Also sprich, ich führe es in meinen eigenen Büchern oder ich habe eine EKF, die ich damit bediene, die ist irgendwann limitiert. Wie Mike gerade sagte, so nach Corona ist dann auf einmal wieder alles explodiert und wir sind auf erfolgreichem Fuße mit Händlern unterwegs gewesen und dann limitiert im Wachstum. Was am Ende des Tages für uns natürlich ein echtes, echtes Dilemma ist, weil wir natürlich mit erfolgreichen Händlern und einem erfolgreichen Produkt limitiert in unserem Wachstum sind. Vor allem, ihr könnt ja skalieren. Ja, total. Und wenn der Kunde, und das muss man ja mal aus dieser Perspektive sehen, wenn der Kunde es nachfragt, das ganze Produkt betriebswirtschaftlich sinnvoll installiert ist und man am Ende des Tages damit Geld verdient, dann gibt es ja eigentlich keinen Grund, damit aufzuhören.

[07:14] Und dementsprechend sind wir immer wieder in dieser Natur der Limitation ausgebremst worden und darüber haben wir philosophiert. Dann kommt natürlich mal in der Bankersicht und sagt, naja, wenn der Händler dann immer seine Bestände weiter aufbaut, dann verschlechtern sich Bilanzrelationen und, und, und. Muss ja eigentlich nicht sein. Kann man auch anders lösen. Und dann sind wir auf das Thema Full-Service-Leasing gekommen. Wir haben gesagt, eigentlich kann man das ja mal unter Abo-Plus laufen lassen. Also erstmal ist das ja nichts Neues für euch. Full-Service-Leasing ist ja für euch. Und das war dann die Diskussion, sag, was bedeutet das eigentlich für euch? So, da hast du erstmal Tränen in den Augen. Ja, wir machen doch aber gar kein Leasing.

[07:57] Ich kann mir das wirklich vorstellen, wie er seine Brille abzieht. Wir kennen alle Julia. Du ziehst seine Brille ab und so ein Taschentuch. Aber wenn du genau diese Diskussion sagst, was bedeutet das eigentlich? Und du sagst, ja, aus der Händlerperspektive, und wir versuchen natürlich immer diese Sachen aus der Händlerperspektive zu denken, ist natürlich, wenn du das dann als Leasing machen könntest, wäre der Vorteil, na, das wäre dann schon mal ein verkauftes Auto. Das ist ja auch für so ein OEM nicht schlecht. Der findet das ja auf seiner Strichliste auch immer ganz cool. So, der zweite Vorteil ist, wir haben plötzlich ganz andere Laufzeiten im Spiel, die wir nutzen können. Aber bei euch typischerweise, ich sage jetzt mal 18 plus minus 6 Monate. Das ist so der Standard. Ja, und Leasing kann man dann halt auch länger machen. Also man hat da ganz viele Vorteile, die man plötzlich nutzen kann.

[08:44] Am Ende ist das, was wir machen, nutzen statt besitzen. Also wir betreiben diesen Marktplatz und dort findet ein Kunde, der geneigt ist, ein Auto zu buchen, eine Rate eines Fahrzeugs, in dem alles enthalten ist. Und das ist ja das, worauf wir uns spezialisiert haben. Und wenn man das mal ganz, ganz nüchtern betrachtet, dann ist ja genau das der Bedarf des Kunden. Und der Kunde kommt auf unseren Marktplatz, findet letztlich diese Rate, bucht diese Rate. Im Durchschnitt dauert so ein Buchungsprozess zwei bis drei Minuten. Wir kümmern uns dann um den Bonitätsprüfungsprozess, um all die Operations, die dahinter stecken. Am Ende des Tages machen wir das aber für den Händler. Das heißt, wir sind ein Dienstleister, ein Tech-Unternehmen, das sich in den Dienste eines Händlers stellt oder in den Dienst eines Autoherstellers. Und dort kümmern wir uns um die E-Commerce-Technik, sprich um die Prozesse, die es braucht, um so ein Auto buchbar zu machen.

[09:34] Sprich, wir sind Dienstleister, stehen nie mit unserem Namen eigentlich voran. Klar heißt der Marktplatz, so wie wir als Unternehmen heißen, aber grundlegend sind wir selber kein Auto-Abo-Anbieter, sondern immer in der zweiten oder dritten Reihe. Und nichts anderes, ganz, ganz, ganz, ganz versimplifiziert, ist die Santander ja auch. Die Santander ist ein Dienstleister, die den Rücken eines Händlers stärkt. Und somit stehen wir eigentlich schon mal genau hier in der richtigen Position zueinander und haben genau dort überlegt, was können wir für den Handel machen, damit dieser Händler letztlich das eine tut, ohne das andere sein zu lassen. Und dann kommt man halt beim Leasing plötzlich auf das Thema, dass man sagt, naja, Leasing ist ja zu dem Zeitpunkt ein reichlich analoges Thema gewesen. Ja, also wir kennen das halt aus dem Handel, da wird dann halt der Vertrag ausgedruckt. Ja, wir haben mittlerweile eine relativ hohe Digitalquote, aber selbst wenn wir sehen, wenn die Händler ihre Angebote, ihre Leasingangebote auf irgendwelchen Marktplätzen, auf ihrer Homepage, wo auch immer präsentieren, hast du immer das Problem, du musst es halt komplett manuell durchziehen.

[10:31] Sogar digital und dann manuell. Du musst eigentlich ein Lead anfragen, dann passiert irgendwas, dann meldet sich jemand oder vielleicht auch nicht, dann kriegst du einen Vertrag oder auch nicht und dann hast du irgendwann einen unterschriebenen Vertrag und ein Auto oder auch nicht. Auch nicht. Und das ist eigentlich genau diese Diskussion, wo wir gesagt haben, wie können wir eigentlich das, was Fahren heute schon professionell macht, einen End-to-End digitalen Vertrag für das Auto eigentlich auf das klassische Bankgeschäft adaptieren. Wie bringen wir das darüber, dass das eben auch für ein Leasingprodukt zum Beispiel funktioniert, weil die Produkte eben aus der Kundenperspektive so ähnlich sind. Ich zahle eine feste monatliche Rate und habe eigentlich bis auf Tanken oder Laden alles inklusive. Und was kriege ich dafür? Das ist die Hauptherausforderung.

[11:17] Und das jetzt zu digitalisieren und eigentlich wie bei Amazon auf den Marktplatz zu bringen, wo du sagst, du kannst dich halt entscheiden, was du machen willst.

[11:27] Ja, ich nehme gerade so ein bisschen die Kundensicht nochmal ein. Und da ist ja so, du hast vorhin gesagt, so Nutzen statt Besitzen ist ja nicht gerade eine junge Diskussion. Und da gibt es ja auch zwei große Meinungen zu. Deine kenne ich wahrscheinlich. Aber das ist gar nicht so das, worauf ich hinaus will. Das ist ja eigentlich, was jeder macht, ein Leasing ist für alle klar, wie es läuft. Dass ein Abo irgendwie digital diesen Convenience Netflix Gedanken hat, ist irgendwie auch irgendwie allen klar. Und da geht dir quasi eine Annäherung, eine Angleichung ein, dass es im Endeffekt der Kunde in dem Fokus steht, zu sagen, hey, ich brauche das, mein Gusto sind 36 Monate.

[12:12] Das ist jetzt nicht wirklich Auto-Abo, aber ich habe auf der gleichen Plattform halt neben dem Auto-Abo für kurz, halt auch für lang die Möglichkeit. Und dann halt dieselbe digitale Strecke dahinter. Allerdings kommen wir ins Gedanken wieder drin. Also verheiratet ihr die Themen da so ein bisschen. Exakt. Also vielleicht sprechen wir mal einfach über den Kunden. Der ist sowohl B2C als auch B2B für uns wahnsinnig interessant. Dieser Kunde hat ein Konsumverhalten. Und dieses Konsumverhalten ist das, was wir alle heute jeden Tag eigentlich an den Tag legen. Nämlich wir haben ein Smartphone in der Hand, wir haben das iPad, wir haben Macbook oder irgendeinen Browser, den wir bedienen und über diesen Weg letztlich uns Artikel zur Verfügung stellen, die Reise buchen, den Flug buchen, wie auch immer. Wir sind es gewohnt, digital nachzufragen. Und dieses Konsumentenverhalten, das wird vor dem Auto nicht Halt machen.

[13:01] Und das sehen wir heute. Also mit fahren.com haben wir mittlerweile im Jahr eine fünfstellige Anzahl von Buchungen, Fahrzeuge, die auf die Straße gehen, was ja, ich würde mal sagen, eine systemrelevante Größe mittlerweile hat. Es gibt ja auch andere Anbieter, die das sehr, sehr erfolgreich machen. Und nicht zuletzt beispielsweise auch unser größter Partner, der innerhalb von zwei, drei Jahren über 5000 Autos mittlerweile auf der Straße hat. Da sieht man ja, dass der Kunde offensichtlich Bedarf hat. Und das ist auch so Inhalt unseres Nürtinger Gespräches, dass wir halt eben darüber gesprochen haben, wo entwickelt sich das Ganze denn hin? Und dieser Kunde, der wird auch nachfolgende Generationen nicht Halt davor machen, digital nachzufragen. Und warum soll das Autohaus nicht ein Angebot oder auch der Autohersteller ein Angebot digitaler Natur zur Verfügung stellen, indem ein Kunde sich nachts, am Feiertag, wie auch immer, in die Rolle begibt oder bringen kann, ein Auto digital nachzufragen und diese Buchungsstrecke innerhalb von zwei bis drei Minuten durchzuexerzieren.

[14:02] Am Ende des Tages bucht der Kunde eine Rate. Da steht eine Rate. Das ist relativ einfach. Das ist ähnlich wie der Buchkauf bei Amazon. Das sind wir gewohnt. Und am Ende des Tages gebe ich damit eine einseitige Willenserklärung ab und buche ein Fahrzeug konkret. Aber ich buche hier eine Rate mit dem Versprechen eines Autos dahinter. Ob das jetzt Abo heißt oder Leasing oder ich die Wahl dazwischen habe, hat aus unserer Perspektive und das ist die neue Perspektive keine Relevanz. Also das ist am Ende des Tages User-Chooser, der am Ende des Tages das für sich selbst beantworten darf. Da bin ich in der Tat gespannt, wie das vom Markt aufgenommen wird, vom Endkunden, Privatendkunden, die sowieso sich erstmal an das Leasing so meiner kleinen Welt, Mike kann mich korrigieren, wenn es anders ist, aber so ranrobben.

[14:51] Das ist, wenn ich so in meinem privaten Bekanntenkreis herumdenke, ist sowieso faszinierend, wie wenig Autokenntnisse da herrschen. Das ist schon mal das eine. Aber dass ein Privatkunde sich ein Auto leasen kann, Finanzierung mit seiner Hausbank, das ist bekannt, das geht. Aber da ist glaube ich noch echt was zu tun. Und dann aber noch die Denke dahin zu kriegen, das funktioniert im Abo, mit Leasing und voll digital, da habt ihr noch auf jeden Fall Way to go. Ich glaube, die etwas im Thema seien darin, sind natürlich die Werbekunden, weil die das Thema Finanzierung schon ganz gut kennen, kurzfristig Auto, Abo für Onboarding und Co. Ist glaube ich auch noch nicht so bei KMUs voll durchdrungen, aber da ist ja noch ein Riesenmarkt. Absolut.

[15:37] Der ist noch wahnsinnig groß. Und auf der anderen Seite ist dieser Markt aber auch schon recht etabliert. Also man sieht ja, anders gesagt, die Sichtbarkeit von Auto, Abo, Fahrzeugen auf den deutschen Straßen ist ja durchaus da. Und wir sehen es ja in unseren eigenen Zahlen, Daten und Fakten, was wir für ein Wachstum über die letzten Jahre halt eben hingelegt haben. Und wenn man das Ganze halt eben um den schon völlig etablierten Leasingmarkt ergänzt und sieht, wie groß dieser Markt ja heute auch schon ist, es aber dann doch sehr analog vonstatten geht und am Ende des Tages viel mit ausgedrucktem Papier noch zu tun hat, dann ist es ja eigentlich recht naheliegend, diese Welten miteinander zu verheiraten. Und auch da sei immer gesagt, und das ist auch das, was wir im Auto-Abo schon immer sagen, es ist ja nichts Totalitäres.

[16:24] Wir machen einfach ein Angebot. Also wir bieten eigentlich ein Schaufenster, in dem eine Rate steckt und der Kunde kann am Ende des Tages selbst entscheiden, was das Richtige für ihn ist. Und wenn ein Auto sich dazu entscheidet, mit oder in der Kombination der Santander Bank und Fahren letztlich eine Rate in einem neuen Schaufenster zu positionieren, heißt es ja nicht, dass man nur noch das macht, sondern es ist einfach ein zusätzlicher Kanal, eine zusätzliche Option, um am Ende des Tages im besten Falle Geld zu verdienen und Autos abzusetzen. Und das ist ja eigentlich als Dienstleister sowohl als auch unser Auftrag. Ja. Okay. Wenn man auch jetzt mal zwei, drei Jahre zurückdenkt, da war ja Auto-Abo auch typischerweise so dieses Mittel, um dem Kunden mal das Thema Elektromobilität zum Beispiel näher zu bringen. Wo du sagst, guck mal, fährst du zwölf Monate, kannst eigentlich nichts falsch machen, danach gibst du es wieder zurück.

[17:09] Ja, jetzt kommen aber genau diese Kunden wieder und sagen, was kommt jetzt eigentlich? Jetzt bin ich zwölf, 18 Monate EV gefahren und habe festgestellt, passt total genial zu meinem Leben. Ja, will ich jetzt wieder ein Abo machen oder muss ich jetzt auf eine andere Plattform und mache da ein Leasing draus? Nee, du musst nicht auf eine andere Plattform. Du kannst das hier genau da machen, wo du bist. Du kannst aber genauso auch wieder 24 Monate Abo für dein EV machen. Und das ist eben die Thematik. Wir sehen aber auch, dass zum Beispiel jetzt viele Händler neue chinesische Marken aufnehmen. Klar, die kannst du immer verkaufen. Das ist ein total easy Weg. Aber wie bringst du jetzt so einen Kunden an so eine chinesische Marke rein, die teilweise von der Qualität her top sind? Jetzt war gerade in der FAZ ein großer Artikel über chinesische Marken drin. Ist mir zum Beispiel aufgefallen, da läuft zum Beispiel so ein Xpeng als Hightech-Marke.

[17:59] Das war mir gar nicht so bewusst an der Stelle. Und wie kriegst du jetzt aber so einem Kunden erklärt, dass das eine Hightech-Marke ist, in die du den da reinsetzt und fahren lässt? Ist der heute schon bereit, da vielleicht 48 Monate Finanzierung oder 60 Monate Finanzierung draus zu machen? Maybe, vielleicht aber auch nicht. Also würde ich jetzt als Xpeng-Händler sagen, ich muss die komplette Palette anbieten, damit der Kunde von 6 Monate bis 60 Monate alles machen kann, was ihm beliebt. Das ist wirklich ein ganz, ganz häufiges Gewohnheitsthema, das wir haben, dass ein Partner, ein Kunde in einem Auto eines Partners sitzt und das Auto ja eigentlich zum Gegenstand der Familie geworden ist. Also sprich, man nach zwölf Monaten oder vielmehr nach neun Monaten dann eine E-Mail bekommt und aufgefordert wird, das Auto abzugeben, führt dann zu Tränen.

[18:49] Und das ist ja eigentlich Familienmitglied geworden und man will es gar nicht wieder hergeben. Und wenn man da ein gescheites Folgeangebot machen kann oder der Kunde oder die Familie letztlich ein Auto dann doch für 36 oder 48 Monate fahren möchte, dann sollen sie es doch tun. Also wir machen doch gerne das Angebot dazu. Tränen war ein schönes Stichwort, weil ich glaube, nach dem Nürtingen-Kongress, wo ihr beiden euch da die Köpfe zusammengesteckt habt, bist du dann wahrscheinlich nach Würzburg zurückgefahren, und hast in euren heiligen Fahrenhallen mit dem Daniel, Daniel Garnitz gesprochen, gesagt, Daniel, Leasing, Leasing, Daniel, auf unserer Plattform, das mit der Santander zusammen, mit so einem Partner, das ist geil.

[19:36] Und Daniel so, was hat er denn jetzt? War das so ähnlich? In der Tat haben wir in der Geschäftsleitung einen Offsite gemacht und ich habe es dort, den Kollegen, da gehören ja noch der Fabian und der Konstantin dazu, ich habe es den Jungs vorgestellt und das ist dann doch schon auch erklärungsbedürftig, wenn man sich das Abo auf die Stirn geschrieben hat und viele, viele Jahre damit ja auch verheiratet ist und am Ende des Tages da ein neues Wort entsteht. Für uns ist das ganz witzig, wir haben innerhalb der Organisation, wir arbeiten ja logischerweise zwischen der Santander und fahren in vielen Teams auch zusammen, da gehören ja viele, viele Menschen dazu, die das Ganze ermöglichen und dort hat es den Arbeitstitel Abo Plus, weil wir ja am Ende des Tages ein Plus generieren und gar nicht so weit wechseln von diesem Abo-Produkt und dementsprechend ist es ja eigentlich unser Arbeitstitel, auch wenn das finale Produkt demnächst dann auch Buch vermutlich dann doch nochmal anders heißen wird, aber der Arbeitsprojekt-Titel steht.

[20:36] Ganz genau. Ja, ich musste das mal, wie gesagt, ich habe das wahrgenommen, dass ihr beide da, die beiden Unternehmen eine Kooperation anstreben, wo ich ein bisschen gebohrt habe und dann auch festgestellt habe, zwei im Ruhrgebiet, sagen wir Kumpels, zwei Kumpels haben die Köpfe zusammengesteckt und da ist das so ein bisschen geboren worden. Da habe ich gesagt, hey Jungs, erzähl doch mal, einmal an einen Tisch. Das war zum Teil jetzt natürlich ein bisschen tief eingestiegen, aber ich wollte einfach mal, weil die Hörer hier sind sowieso, die meisten aus dem Autohandel verstehen das eh, aber da ist halt so ein, so ein neues Ding meiner kleinen Welt nach, was da gerade entsteht und das fand ich einfach mal erzählenswürdig. Wir sind gerade dabei, das ganze Thema auszurollen. Also ich glaube, zur Ausstrahlung, Tim, wird das wahrscheinlich schon so der Fall sein. Roundabout um die Fahrenneid und in diesem Zuge wollen wir natürlich so viele Händler und Partner wie nur möglich auf unserer Seite listen und dementsprechend sind Mike und ich gerade auch wirklich umtriebig und viel unterwegs, sprechen mit vielen, vielen Menschen aus unserer Branche und treffen da eigentlich sehr, sehr häufig auf echt positives Interesse.

[21:44] Von daher macht das gerade auch wirklich, wirklich Spaß in der Zusammenarbeit. Ja, freut mich. Also auch jetzt ihr von der Bankenseite aus mit einem Partner, der in eurer Welt noch Startup-Charakter hat, noch relativ jung ist, so ein Projekt anzugehen, dann die Agilität von denen mitzunehmen und auch in Kauf zu nehmen und so ein Projekt zu stemmen. Geile Sache. Ich bin gespannt drauf, ich von meiner Seite aus jetzt mal im Blick behalten, wenn solche Dinge sich verheiraten und dann so den Convenien-Aspekt noch reingeimpft bekommen. Ich bin mal gespannt, wie es heißen wird. Der Marketer Tim hat schon Feuerwerk im Kopf, aber das gehört hier nicht hin, das ist nur meine Gemütslage. Nur raus.

[22:23] Ja, vielen Dank, dass wir die Zeit gefunden haben, also nochmal, dass wir hier zusammensitzen. Ist eh immer nett mit euch, wenn wir uns sehen, aber heute war nochmal ein richtig intensiver Talk. Dankeschön, also toll. Danke, Mike. Gerne. Und wir freuen uns auch darauf, also auf die Ausstrahlung zum einen, aber wir freuen uns natürlich auch auf den Live-Start unserer Ideen, weil wir halt beide daran glauben, dass es halt ein wirklich wichtiger Punkt für die Händler werden kann, sein kann, um damit erfolgreich zu werden, um hier zusätzliche Verkaufschancen zu nutzen. Und das ist halt immer eines unserer Lieblingsthemen. Ja, total. Auch aus der CSO-Perspektive, wo ja dann das S für Sales steht, da freue ich mich so drauf. Wofür kann das S denn noch so stehen? Chef. Chef. Chef. Der war schlecht.

[23:11] Okay, alles klar. In der Runde bin ich dann, er ist dann Chef, du bist Sales, ich mache den CHO. Das ist dann der? Happiness. Ah, okay. Der Happiness Officer. Feels like. Ja, Julian. Your famous last words here today. Ja, danke. Hat mir Spaß gemacht, war verdammt kurzweilig mit euch. Und ja, ich bin echt, echt ganz, ganz positiv auf die nächsten Wochen blickend. Von daher freue ich mich. Ich glaube, das sieht man in meinem Gesicht. Ja. Ja, danke Tim. Danke Mike. Gerne. Danke zusammen, auch von meiner Seite. Danke Tim, dass du das wieder organisiert hast hier. Ja, sehr, sehr gerne. Und ja, sind wir durch für heute, würde ich sagen. Und verabschiedet haben sich die Jungs. Ich würde auch sagen, ihr Lieben, macht's gut da draußen, wo auch immer ihr uns hört und wo wir uns nächstes Mal sehen, wenn das vor der Fahrenheit.

[23:59] Ich bin mal gespannt, wer das alles gehört hat, wenn ich ihn nächstes Mal sehe. Das wird jetzt immer wieder eine tolle Überraschung. Hör mal hier, die und die Folge habe ich auf der Fahrt hier hingehört und das und das und das. Ja, ja, geil. Wie auch immer, wir hören uns bald wieder. Macht's gut mit einer spannenden Story demnächst. Ciao. Ciao. Ciao.
