# Benedikt Middendorf, Direktor bei Deloitte Consulting

URL: https://www.tim-kloetzing.de/podcast/benzingespraeche/164-benedikt-middendorf-direktor-bei-deloitte-consulting/
Reihe: Benzingespräche
Folge: 164
Datum: 26.05.2025
Dauer: 47 Min
Gäste: Benedikt Middendorf

## Kernaussagen

- China ist ein Vorreiter in der Automobiltechnologie.
- Die Digitalisierung in China ist weit fortgeschritten.
- Die deutsche Autoindustrie steht vor großen Herausforderungen.
- Politische Entscheidungen sind entscheidend für die Zukunft der Branche.
- Ein hohes Ambitionsniveau ist notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
- Minndorfs vielfältiger Karriereweg bietet wertvolle Einblicke.
- Die Automobilindustrie befindet sich in einer tiefgreifenden Transformation.

## Worum es geht

Von der Politik in die Autobranche In diesem Gespräch spricht Tim mit Benedikt Middendorf, Direktor bei Deloitte Consulting, über seine Eindrücke aus China, die Herausforderungen der Automobilindustrie und seinen Werdegang von der Politik zur Automobilbranche. Benedikt teilt seine Erfahrungen bei Volkswagen und diskutiert die Transformation der Branche sowie die Bedeutung von Beratung in der aktuellen Zeit. In dieser Episode diskutieren Benedikt Middendorf und Tim über die aktuellen Trends in der Automobilindustrie, insbesondere den Wandel von Besitz zu Nutzung, den Einfluss Chinas auf den europäischen Markt und die Rolle des Handels in der Zukunft. Sie beleuchten die Bedeutung von Kundenperspektiven und die Notwendigkeit von Flexibilität und Konnektivität in der Automobilbranche. Takeaways Benedikt hat viele Eindrücke aus China gesammelt, die die digitale Vernetzung und Geschwindigkeit der Entwicklungen zeigen. Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen und Disruptionen. Benedikt war an der Entwicklung des Abo-Modells bei Volkswagen beteiligt. Die Transformation der Branche wird die nächsten 5-10 Jahre andauern. Benedikt sieht die Notwendigkeit für mehr Ambition in der Politik, um die Branche zukunftssicher zu machen. Der Trend geht klar vom Besitzen zum Nutzen von Autos. In zehn Jahren könnte das Auto nur noch genutzt und nicht mehr besessen werden. Konsolidierung im Autohandel ist ein notwendiger Schritt. Die Kundenbedürfnisse müssen stärker in den Fokus rücken. Partner dieser Folge: CLAYM+ Schadenmanagement GmbH & Co.KG: Die smarte Plattform für die gesamte Schaden­abwicklung im Autohandel. [www.claym-plus.de](https://www.claym-plus.de) Links: Benedikt Middendorf auf LinkedIn: [www.linkedin.com/in/benedikt-middendorf/](https://www.linkedin.com/in/benedikt-middendorf/)

## Zusammenfassung

In der aktuellen Folge von Benzingespräche begrüßt Tim Klötzing Benedikt Minndorf, Direktor bei Deloitte Consulting. Im Gespräch geht es um die Eindrücke von der Auto Shanghai, Chinas technologischen Vorsprung und die Herausforderungen für die deutsche Autoindustrie.

### Chinas Einfluss auf die Automobilindustrie

Benedikt Minndorf berichtet von seinen Erfahrungen auf der Auto Shanghai. Er beschreibt China als Vorreiter in Sachen Technologie und Design. Besonders beeindruckend sei die Vielfalt der Antriebstechnologien und die Innovationskraft der chinesischen Hersteller. Diese Entwicklungen werfen Fragen über die zukünftige Rolle Deutschlands und Europas in der globalen Automobilindustrie auf.

### Die Bedeutung der Digitalisierung

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die fortschreitende Digitalisierung in China. Minndorf hebt hervor, wie nahtlos digitale Lösungen in den Alltag integriert sind, was auch die Mobilität betrifft. Im Vergleich dazu wirkt Deutschland in vielen Bereichen noch traditionell und weniger vernetzt.

### Rückblick auf Minndorfs Karriereweg

Minndorf gibt Einblicke in seinen beruflichen Werdegang. Von einer Ausbildung zum Bankkaufmann über Studienaufenthalte in Harvard bis hin zu seiner Tätigkeit bei Volkswagen und jetzt Deloitte, zeigt er, wie vielseitig und dynamisch seine Karriere verlaufen ist. Besonders seine Zeit bei Volkswagen habe ihm wertvolle Einblicke in die Automobilbranche verschafft.

### Politische Erfahrungen und die Zukunft der Automobilindustrie

Interessant ist auch Minndorfs politischer Hintergrund. Er spricht über seine Erfahrungen in Koalitionsverhandlungen und die Bedeutung politischer Entscheidungen für die Automobilindustrie. Minndorf betont die Notwendigkeit eines hohen Ambitionsniveaus, um die Branche fit für die Zukunft zu machen.

### Fazit

Das Gespräch mit Benedikt Minndorf bietet wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der Automobilindustrie. Besonders die Rolle Chinas und die Notwendigkeit einer stärkeren Digitalisierung sind zentrale Themen, die die Zukunft der Branche prägen werden.

## Links aus der Folge

- [www.claym-plus.de](http://www.claym-plus.de)
- [www.linkedin.com/in/benedikt-middendorf](http://www.linkedin.com/in/benedikt-middendorf/)

## Gespräch als Text

Automatisch erstellte Abschrift, Namen abgeglichen.

[00:00] Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content Creator und freier Automarketingberater. Kurzer Boxenstopp bei meinem Partner dieser Folge. Claim Plus. Du willst eine einfache und sorgenfreie Schadensabwicklung. Diese soll am besten nichts kosten und deine Mitarbeiter deutlich entlasten. Claim Plus macht's möglich. Claim Plus bietet eine komplett digitale All-in-One-Plattform von der Gutachtenerstellung über die Rechtsdienstleistung bis hin zur Abwicklung mit den Versicherern. Alles wird automatisch erledigt. Und das Beste dabei. Claim Plus kümmert sich auch um deinen Cashflow und bietet Schnittstellen zu allen relevanten Systemen in deinem Auto aus. Einfacher geht's wirklich nicht. Infos auf www.claim-plus.de

[01:25] Herzlich willkommen zurück bei den Benzingesprächen. Und jetzt muss ich mich erstmal sammeln, weil in dem Vorklapp, wenn die Aufnahme losgeht hier online, dann hat man noch so einen Countdown und auf einmal zählt mein heutiger Gast mit runter. Und ich denke so, was macht er denn da? Das war schon sehr gut. Ja, heute ein Gast, der wurde mir schon mehrfach quasi angedient und vorgeschlagen, ob ich ihn kennen würde und warum der noch nicht in meinem Podcast war. Und das ändern wir genau heute. Herzlich willkommen, Benedikt Middendorf, Direktor bei Deloitte Consulting. Hallo Benedikt. Hallo Tim. Grüß dich. Schön, dass ich hier sein darf. Ja, wurde ja anscheinend Zeit, habe ich gehört. Ist ja super, so kommen wir zusammen. Das ist doch eine schöne Sache. Ja, absolut, absolut. Also ich habe auf Social Media, auf LinkedIn sind wir vernetzt und da lese ich auch immer so, was du da so machst und tust. Das ist aber teilweise, weil du einen Schwerpunkt hast, da kommen wir ja gleich noch drauf, der nicht ganz mein Schwerpunkt ist. Und dann sieht man immer so, ah, interessant, okay, okay, alles klar. Jetzt habe ich einiges aus China gesehen. Stimmt, du bist ja gerade aus China zurück. Auto Shanghai. Genau, Auto Shanghai.

[02:34] Sehr inspirierend. Also ich würde mal sagen, es sind zwei, zwei Dinge. Es ist einmal, einmal ist es sehr inspirierend gewesen, weil China natürlich ein Stück weit immer den, so fühlt er den Puls, was alles möglich ist. Und ich fand es extrem interessant, was für Technologien wir da sehen, was für, am Ende auch was für Designs wir da sehen, von Marken, die man teilweise gar nicht kennt, die aber auch alle Autos bauen können. Was für Technologien wir sehen, also was für Antriebstechnologien wir sehen. Es war super interessant. Da kann man natürlich ziemlich jetzt nachdenken, was das jetzt für Deutschland respektive für Europa bedeutet. Insbesondere, wenn wir mal schauen, wie abhängig wir eigentlich vom chinesischen Markt waren, also die deutschen Hersteller insbesondere, da muss ich persönlich sagen, da war ich sehr positiv überrascht, weil ich glaube, das Line-Up, was da jetzt kommt, das Produkt-Line-Up ist tatsächlich etwas, was in China für China gedacht wurde und auch den Nerv der Käufer dort treffen kann und ich hoffe auch treffen wird, sodass wir da auf jeden Fall eine Konsolidierung des aktuellen Marktniveaus hinbekommen und somit dann da nicht mehr die Marktanteile verlieren, wie wir es gerade tun. Aber insgesamt ist China natürlich, was die Technologie angeht, also die

[03:59] Hersteller, was die Technologie angeht, natürlich extrem, extrem weit vorne. Da werden wir gleich auch nochmal zukommen. Ganz genau. Gib da nochmal deine Eindrücke so allgemeiner Natur. Du warst hauptsächlich in Shanghai diesmal, glaube ich. Das ist natürlich nicht das Maß oder nicht vergleichbar mit dem ganzen Land China, aber wenn man in Shanghai da in die Bubble da eintaucht, so deine Eindrücke, wenn das so Revue passieren lässt?

[04:30] Alles ist digital, vernetzt und extrem schnell. War auch der Eindruck, den ich hatte, als wir in Deutschland gekommen sind. Also es ist so ein Stück weit, man landet hier wieder und dann ist es so, ja, also ist ja immer die Frage, brauche ich jetzt hier Bargeld oder kann ich mir Karte zahlen? Also das muss man sich sicher überlegen. Wir haben viele Apps. In China gibt es so eine App, über die ich alles steuern kann. Also in überteilenden Sinne, wenn ich dann über Mobilität beispielsweise rede, das ist schon was ganz anderes. Und die Shanghai Bubble ist aber dennoch sehr westlich geprägt. Also ich sage immer, ich war viel in China auch unterwegs durch Volkswagen. Shanghai ist sehr westlich geprägt. Und das ist, was du ja auch schon gesagt hast, nicht dass China, da kommt Peking schon eher dran, auch von dem her, wie Peking agiert.

[05:21] Und China, dadurch, dass dieses Land so groß ist, kann man am Ende nicht sagen, dass so eine Stadt wie Shanghai statt wie Peking man aufs ganze Land ausrollen kann. Aber trotzdem ist es, wie gesagt, super schnell, super digitalisiert, sehr weltoffen. Das sind so die Eindrücke. Also man kommt wirklich elektrisiert und inspiriert wieder, wenn man aus Wiener kommt. Ja, klasse. Okay. So, wir steigen mal hier in das klassische Benzingesprächekonzept ein und gucken erst mal in den Rückspiegel. Bei dir hauptsächlich dein Werdegang. Du bist in Baujahr 91, bist geboren in Wolfenbüttel und lebst in Hannover. Das ist ja auch um die Ecke, glaube ich, beides. Genau. Ich wollte da nie bleiben in Niedersachsen, aber das hat nicht so geklappt. Also hast du es weit geschafft, sagst du. Du hast es weit geschafft, genau.

[06:06] Alles klar. Du hast mal eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht und dann hast du ein Studium Bachelor of Arts Business Administration an der Leibniz Fachhochschule und der Quadriga University abgelegt. Dann warst du in Harvard. Da habe ich nur einen Stichpunkt Disruptive Strategy. Da musst du mal ganz kurz sagen, wie kam Harvard dazu? Das war tatsächlich einfach, ich wollte mich weiterbilden und da gab es einen Kurs, den ich besuchen durfte damals, Executive Kurs. Das war schon geil. Ah, cool. Okay. Okay, dann von Harvard zurück ins Land Niedersachsen. Da warst du sieben Jahre quasi in der Politik. Ist das richtig?

[06:52] Genau, das ist richtig, ja. Haben wir hier einen Politiker? Wir haben zumindest jemanden, der die politischen Zusammenhänge versteht und vielleicht auch schon mal zwei Koalitionsverhandlungen mitgemacht hat. Ja, du, da müssen wir gleich auf jeden Fall noch mal ganz kurz zumindest drüber sprechen, weil da hatten wir im Vorgespräch mal ganz kurz drüber gesprochen, dass du da umtriebig warst in den letzten Wochen und Monaten. Das muss ich mir merken. Da kommen wir gleich nochmal drauf. Also, in Niedersachsen warst du sieben Jahre. Dann bist du zu Volkswagen gewechselt. Verschiedene Positionen. Ich fasse das mal so ein bisschen zusammen. Du hast zwei Jahre als Kreditanalyst Financial Services gearbeitet. Du warst Chief of Staff to Global Head of Communication. Zwei Jahre lang auch. Dann auch anderthalb Jahre Head of Mobility Strategy.

[07:42] Dann bist du quasi gewechselt zu Euroleasing, was ja auch VW nah ist. Und da hast du auch den Head of Strategy und Business Development gemacht. Zwei Jahre. Und seit Mitte 2022 bist du Direktor Deloitte. Ja, bei Deloitte sozusagen. Da bist du jetzt. Genau. Bevor wir jetzt in meine Folgefragen einsteigen, vielleicht das Thema mit den Koalitionsverhandlungen. Was hast du da in der jungen Vergangenheit so erleben dürfen? Da ist auf jeden Fall hart miteinander gerungen und verhandelt wurde, was das ganze Thema Auto angeht zwischen der Union und der SPD. Und wir da ja auch ein Ergebnis haben, was am Ende den Industriestandort Deutschlands und die Automobilindustrie stärken soll.

[08:35] Wo wir jetzt gespannt sein können, wie das ausdefiniert wird, weil wie es immer in Koalitionsverhandlungen ist, es ist relativ unkonkret, was gemacht werden soll. Ich glaube aber, es ist eine sehr gute Basis, von der wir gemeinsam abspringen können. Und wo ich um meine Meinung gefragt wurde und mit den ganzen Großen mitdiskutieren durfte. Fanden die deine Meinung gut oder war die denen zu direkt? Ich glaube, ich bin in Niedersachsen. Ich bin sehr, sehr direkt, wenn man mich kennt und sehr, sehr ehrlich. Und ich glaube, dass wir aktuell gerade, und ich glaube es nicht, wir sind in der größten Disruption der Branche. Und die Automobilindustrie ist nach wie vor ein Restrukturierungsfall.

[09:21] Und ich glaube, das muss man sich mal vor Augen führen, wenn man politisch vor allen Dingen in Diskussionen reingeht. Und wir wollen ja den Industriestand aus Deutschland, die Automobilindustrie, fit für die Zukunft machen. Und die Zukunft sind nicht nur eine Legislatur, sondern die Zukunft sind 10, 20, 30, 40 Jahre. Das bedeutet aber auch, dass wir natürlich ein gewisses Ambitionsniveau brauchen. Und ich natürlich aus meiner Perspektive in noch etwas jüngeren Jahren im Vergleich zu Menschen, die vielleicht am Ende ihrer Karriere stehen oder ihre Karriere schon beendet haben, natürlich einen ganz anderen Blick auf die Dinge haben. Also ich wünsche mir immer mehr Ambitionen, um die Zukunftssicherheit wirklich herzustellen, als Menschen, die vielleicht am Ende sind. Das bedeutet also, da hat man schon ein gewisses Delta, was man miteinander diskutieren muss, was auch teilweise gelungen ist, das zu diskutieren.

[10:15] Was ich jetzt aber herausstellen muss tatsächlich in dieser Legislaturperiode, welches Ambitionsniveau wir wirklich gemeinsam erreichen können, um dieser Branche wieder zu helfen, dahin zu kommen, wo sie hingehörten. Das ist an die Weltspitze. Dann werden wir mal abwarten, was da passiert. Okay, das war der kleine Exkurs in die Koalitionsverhandlungen. Ja, dein Werdegang. Wenn man das so Revue passieren lässt, du bist quasi von der Politik, nennen wir es mal ganz so zusammengefasst so, in die Autobranche gewechselt. Und da stellt sich natürlich bei so einer Abzweigung für mich immer die Frage, was hat dich denn damals in die Autobranche gelockt? Die, ich sage mal, die Liebe zum Automobil oder die Dynamik der Branche?

[11:06] Sowohl als auch, also die Liebe zum Automobil oder grundsätzlich zu Dingen, die mich mobil halten, würde ich mal so sagen. Das fing an mit meiner Zyndop Star 1 mit 15. Irgendwie mit zwei Takter gemischt, die ich mir gekauft habe. Zwei Gang Handschaltung über 125 Kubik, eine Honda NSR, dann über ein Motorrad, Auto und genau. Das hat mich da hingelockt. Natürlich die Dynamik der Branche. Es war nie geplant, dass ich zu Volkswagen gehe. Das ist immer, ich sage immer, drei Dinge, die ich im Leben nie wollte. Ich wollte nie in Niedersachsen bleiben. Ich wollte nie BBR studieren. Ich wollte nie zu Volkswagen. Das waren die drei Dinge, die ich mir in der Schule immer gesagt habe. Genau, es hat geklappt, weil es ist wunderbar. Es hat, ich sage mal so, failed. Ich habe zumindest Volkswagen jetzt ausgeglichen mit Bühleuth.

[11:51] Obwohl Volkswagen eine extrem lehrreiche und extrem exzellente Zeit war. Aber das war so mein, also das war so die, das was mich in die Automobilbranche gelockt hat. Und natürlich auf die Transformation, die sich damals ja schon abgezeichnet hat. Da war ja immer schon eine gewisse Dynamik. Die Branche hat sich schon immer verändert. Nicht so radikal und extrem, wie wir es jetzt haben. Aber trotzdem war das natürlich etwas, was mich gelockt hat. So radikal und extrem, wie wir es jetzt haben. So radikal und extrem, wie wir es jetzt haben. Boah, meine ganz, ganz doofe, komische Frage. Würdest du sagen, dass so die, die Autobranche so vor, vor fünf bis zehn Jahren, sagen wir mal vor zehn Jahren eher so Ponyhof gegen heute war? Ja. So von der Veränderung her? Ja, definitiv. Wir sind, wir sind natürlich in einer Zeit, also ich glaube, die Autobranche, bis auf wenige, wenige Ausnahmen, war immer eine Branche, die sich tatsächlich sehr, sehr gut entwickelt hat.

[12:44] Also wir haben ja, wir kommen ja aus Jahrzehnten des Wachstums, natürlich mit Dellen. Also das darf man immer nicht, man darf das immer nicht vergessen. Natürlich gab es da immer Aufs und Abs, aber es war stetig ein Wachstum. Und wir als deutsche Automobilindustrie, wir konnten ein, wir konnten Autos bauen, wir konnten Motoren entwickeln und da waren wir Weltmarktführer. Und jetzt gibt es ja die Disruption, die insbesondere, sag ich mal, technologisch auf der einen Seite, aber natürlich auch durch neue Wettbewerber, die in den Markt kommen, getrieben wird, wo diese Branche jetzt in Bedrängnis kommt, weil man natürlich auch ein Stück weit, ich würde nicht sagen, die Innovationsfähigkeit, aber ein Stück weit die Geschwindigkeit verloren. Ich würde mal sagen, man ist dick geworden, man ist so ein bisschen behäbig geworden, weil es hat ja immer alles gut funktioniert und man konnte einem nicht das Wasser reichen und auf einmal kommen dann neue, agile, die sind halt schneller.

[13:39] Und das hat man lange unterschätzt und hat die lange nicht so ernst genommen, wie man sie heute ernst nimmt und hat sich dadurch, glaube ich, viele Dinge einfach abkaufen lassen oder ran ablaufen lassen, was, glaube ich, nicht passiert wäre, hätte man die früher ernst genommen und hätte man auch früher, wäre man früher auf Kooperationen und Partnerschaften eingegraht. Das glaube ich auch, mir geht das so durch den Kopf, dass man ist so behäbig geworden. Ja, auch richtig. Auf der anderen Seite wurde ja, trotz Dieselgate und Co., wurden ja Motoren weiterentwickelt, die ja wirklich ultimativ high-end sind und du kriegst ja kaum bessere Motoren als, ich sag mal, in der heutigen Zeit. Aber die ganz andere Technologie ist dann halt ausgeblendet worden. Absolut, absolut.

[14:24] Du warst ja in den letzten, im letzten Jahrzehnt kann man ja sagen, in der Autobranche mit dem Schwerpunkt Finanzen unterwegs. Beschreib doch mal so deinen Werdegang, als es rüber zu VW in die Branche ging, was du da so gemacht hast, also in den letzten zehn Jahren. Ja, ich glaube, man muss da mal anfangen. Ich war ja mal, was du gesagt hast, ich habe bei VWFs angefangen, bin dann aber relativ zügig zur Volksbahn gewechselt und das war während der Dieselkrise. Und da war es tatsächlich so, dass ich für den Kommunikationschef von Herbert East damals gearbeitet habe und dadurch sehr, sehr eng an vielen Entwicklungen dran sein durfte, mit reingucken durfte und mitarbeiten durfte. Und da habe ich die Fahrzeugseite kennengelernt und habe kennengelernt.

[15:12] Damals hat man die Marke aus dem Konzern rausgenommen, weil der Herbert East der Vorstandsvorsitzende der Marke war und man hat der Markt Volkswagen neue Identität gegeben und man hat die Elektrostrategie angeschoben, Tesla als größter Wettbewerber rausgegeben, man hat schon das erste Effizienzprogramm gemacht, den damaligen Zukunftspakt. Also es war eine sehr, sehr interessante Zeit, wo man tatsächlich die gesamte Dynamik dieses Konzerns mitbekommen hat. Und dadurch, dass Volkswagen ein sehr politischer Konzern ist, hat mir natürlich die Zeit damals sehr geholfen, diese Zusammenhänge zu verstehen. Also die Autobranche ist ja insgesamt sehr politisch, in der Volkswagen, glaube ich, besonders. Und dann bin ich tatsächlich mit dem Wissen der Fahrzeugseite zurückgekehrt zu meinen Wurzeln, würde ich mal sagen, also in die Finanzdienstleistungsindustrie der Volkswagen Financial Services, die ja früher als VW Bank, dann als VW Niesing und heute, wo ich auch schon da war, waren sie Mobilitätsprovider des Volkswagen-Konzerns.

[16:06] Also weg von der klassischen Captive-Rolle, die am Ende Absatzverdruck gemacht hat, die gab es immer noch, aber hin zu einem Mobilitätsprovider. Und ich bin damals da zu einer Zeit gekommen, wo das ganze Mobilitätsthema aufgekommen ist. Also, dass man gesagt hat, parken, tanken, laden, Car-Charain, Autovermiete und das war damals so, ist ja damals dieses, würde man sagen, es waren viele Vogue-Themen, die gekommen sind, wo man heute ja auch, sage ich mal, bei BMW und Daimler haben die Reste jetzt ja auch aufgeräumt mit dem Kauf von Freenow an Lift.

[16:36] Was aber damals eine sehr interessante Zeit war, weil ich durfte das ganze Thema mitgestalten. Wir haben ja Gesellschaften gekauft, die für den Volkswagen-Konzern operationalisiert, haben das erste Mal beispielsweise auch parken, in den Passat gebracht, also Interparken.

[16:50] Und genau, daraus ist ein Thema entstanden, was mich besonders interessiert hat und das war das Thema flexible Mobilität. Und ich bin damals dann zur, das war dann ein bisschen dieser Connex zu Euroleasing, die ja PKW- und LKW-Vermietung gemacht hat und damals durfte ich da zwei große Sachen machen. Die eine Sache war, dass ich den LKW-Bereich gemeinsam mit MAN neu aufstellen durfte, also die LKW-Vermietung, MAN Rental. LKW ist nochmal ein ganz anderes Geschäftsmodell. Ich habe damals, das ist ein Fun-Fact am Rande, ich habe damals einen LKW-Führerschein gemacht und den gestern aber von mal verlängert. Sollte man auch mal, sollte man mal gemacht haben, also den gefahren, das war schon super interessant. Das haben wir einmal gemacht in meiner Zeit und das andere, und ich glaube, das ist für unsere Hörerinnen und Hörer deutlich interessanter, bin ich einer der, einer der, sag ich mal, Väter des Abo-Modells im Volkswagen-Konzern, was wir damals tatsächlich von der ersten, von dem ersten PowerPoint und ich durfte dann dabei sein und die Operationalisierung machen, bis erst die Übergabe des Fahrzeugs an den Kunden, ja, aufgebaut habe.

[17:58] Und das war schon eine sehr, sehr spannende Zeit.

[18:03] Du bist unzufrieden mit deinen Marketing-Ergebnissen. Jetzt mal aufgepasst. Ihr kennt mich als euren Podcast-Host und Experten für die deutsche Autobranche. Aber wusstet ihr auch, dass mein eigentliches Business die Tim-Klötzing-Marketing-Beratung ist? Im Grunde mache ich den Job schon seit über 20 Jahren. Ich unterstütze Autohäuser und Dienstleister rund um den Autohandel mit meiner Marketing-Erfahrung in der Autobranche. Was mache ich da genau? Ich berate meine Kunden von der Positionierung, Strategie, Marketingplanung, Agentursteuerung, Lead-Optimierung, Online-Marketing und so weiter und so fort. Kann man sich auch ein bisschen wie einen externen Marketingleiter, externen CMO vorstellen. Das Beste dabei, mein Wissen und Leidenschaft.

[18:49] Für Automotive-Marketing kann man buchen. Also, wer Bock hat, sein Marketing zu verbessern und mehr Umsatz zu machen und das mit einem Partner, der die Branche genau kennt und sich genauso reinkniet wie du, schau mal auf meiner Website vorbei. www.tim-klötzing.de Gab es da schon, ich sag mal, für dich Orientierungspunkte oder war das, ich sag mal, oder gab es andere, aber nicht vergleichbar in so eine Konzernstruktur rein? Also, ich glaube, ich glaube, dass wir, damals war es gut, dass man dieses ABO-Modell außerhalb des Konzerns operationalisiert hat, weil so ein großer Konzern macht das ja alles sofort platt und das war damals auch die Idee bei der Mobilitätsstrategie, als man Gesellschaften gekauft hat und gesagt hat, man macht es nicht in-house.

[19:36] Fand ich damals auch den richtigen Ansatz, das ist ja immer schon der erste Gedanke gewesen, wo ich damals gesagt habe, diese Partnerschaften, das müssen wir viel mehr ausbauen. Also, ob ich jetzt jemanden kaufe, einen Joint Venture mache, aber wenn du es alleine nicht kannst oder jemanden, der es besser kann, gewinnen beide. Und so war es jetzt auch beim ABO-Modell, wo man gesagt hat, man packt es eine Gesellschaft, weil ich meine, das Thema Abo, das Abo ist ein Vermietprodukt, Punkt, also weitest du denn, ist es ein Vermietprodukt. Und ob ich jetzt die Vermietung über einen Tag oder halt bis zu, wie wir es in Deutschland machen dürfen, drei Jahre, darf ich ja, bis zu drei Jahre darf ich ja vermieten, rechtlich, ist ein Vermietprodukt. Und da ist immer so ein bisschen über so dann die Frage, wie definiere ich das ganze Abo-Thema? Und das haben wir gesagt, wir definieren das halt in die Vermietung rein, das ist halt ein Vermietprodukt, deshalb ist es ein Vermieter.

[20:23] Natürlich gab es damals auch Anbieter von Abo-Produkten, Kazoo beispielsweise, war damals schon da, fahrend gerade im Stehen, Finn, das waren dann, weil Fleetpool, das waren ja immer so die, wo das dann dabei war und dann einige haben dann nur eine Plattform gebaut, Asset Light, andere Asset Heavy, wir haben uns auch für Asset Heavy entschieden. Der große Vorteil, den wir natürlich hatten und das muss man ehrlicherweise so auch sagen, dass wenn du so einen Konzern im Rücken hast, ist es auch von der Fahrzeugbeschaffung her was anderes, weil das ist ja der Kern ist, Fahrzeuge zu bekommen, die du dann überhaupt in so einem Modell geben kannst und die noch zu einem guten Preis zu bekommen. Und dieses Abo-Produkt war immer eins, das wir nie Standalone gesehen haben als Produkt, wo wir gesagt haben, da wollen wir Geld verdienen, sondern das war ein Produkt, was wir in das Produktportfolio, der Financial Services, also Leasing, Finanzierung und dann Abo, aber auch Vermietung eingebettet haben.

[21:19] Okay. Aber natürlich gab es Nordsterne, die man sich mal angeguckt hat, die aber immer andere Voraussetzungen hatten als wir sie hatten, weil deine Vermietgesellschaft wie funktioniert hat. Das heißt also, es war nur ein Ergänzungsprodukt zu dem aktuellen Vermietportfolio. Okay. Dann bist du circa Mitte 2022 bist du zu die Leute gegangen und da natürlich auch bist du die Frage, weil das ist nicht immer so ganz transparent. Was sind denn da so die Aufgaben? Also ich habe da von den großen Beratungskonsulting Companies, oute ich mich, wenig Plan. Von daher interessiert mich das, was da so die konkreten Aufgaben und Projekte sind, weil wir hatten im Vorhinein auch über Projekte gesprochen, die ihr, ich sage mal, ja Ausblicke, Konzepte erarbeitet für die Automobilwirtschaft, wo dann wirklich Unternehmen ihre Zukunft, ihre Strategien darauf ausrichten.

[22:17] Ja, lass mich vielleicht einen Schritt vorher anfangen, weil der Cut zwischen der Konzernwelt und der Beratungswelt ja schon relativ hart ist und ich mit vielen eine Diskussion darüber hatte, warum machst du das, weil es nie geplant war. Ich persönlich habe für mich immer die Vision gehabt und die Ideen gehabt, wie diese Branche der Automobilien, Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen eigentlich in Zukunft aufgestellt werden müsste und war dann irgendwann an einem Punkt, wo ich gesagt habe, okay, ich habe viel gelernt in dem Konstrukt von Volkswagen, wo ich unterwegs war, aber wenn man eine Branche tatsächlich in der aktuellen Situation gestalten möchte, dann kann man das von außen machen und dann ist der Gedanke gewachsen zu sagen, mit dem Paket, was ich jetzt habe, sehr, sehr spitz, gehe ich in die Beratung, also ich mache Automobile, Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen und dann bin ich tatsächlich mit dem Paket in die Beratung gewechselt und das ist jetzt der Brückenschlag zu dem, was du gerade gesagt hast.

[23:15] Ich bin in die Beratung gekommen, nicht um Charts zu produzieren. Das ist am Ende für mich immer ein Vehikel, um etwas zu erklären. Ich habe damals selber, wenn man selber auf der anderen Seite des Tisch ist mal saß und mit vielen Beratungen zusammengearbeitet hat, dann weiß man ja auch am Ende, was der Empfänger gerne möchte. Sondern es geht darum, tatsächlich Dinge zu erarbeiten, wo andere dann Dinge daraus operationalisieren können, wo man die Branche wirklich mitgestalten kann. Und deshalb ist das auch immer der Anspruch von mir gewesen, von dem Team gewesen, zu sagen, wir wollen etwas schaffen, was zur Transformation der Branche beiträgt und was nicht am Ende etwas ist, wo man sagt, boah, das sind geile 150 Seiten PowerPoint, das sind schöne bunte Bilder, da kann man auch was draus verwenden, was lege ich jetzt in die Schublade, weil ich es eh nicht brauche.

[24:02] Also weniger, weniger dieses, was ist eigentlich in 50 Jahren mehr zu sagen, welche Orientierung und Leitplanken gibt es tatsächlich, um die Branche in den nächsten Jahren zu transformieren, in Zukunft festzumachen. Spannend. Finde ich total gut. Und was du auch gerade gesagt hast, man hat so ein bisschen die Seiten gewechselt und weiß dann, was die Kundenerwartung ist, weil man selber auf der Kundenseite mal war, erlebe ich auch gerade so, weil ich mache ja nicht mehr mein Agenturgeschäft in dem Sinne, sondern arbeite jetzt für Kunden, die mit Agenturen arbeiten und vermittle da. Und das ist natürlich dann echt total cool. Ich glaube, das ist aus meiner Sicht auch für diese Transformation und die Transformation wird die nächsten fünf bis zehn Jahre andauern.

[24:51] Es ist extrem wichtig, dass man diese Industrieerfahrung mitbringt, um zu wissen, wie man transformieren kann und was halt auch möglich ist. Selbst sage ich immer, es ist aktuell in der, wenn man jetzt über die Beratungskonstellation, also die Big Four oder Strategieberatung spricht, sage ich mal, es ist eine super Mischung, wenn du jemanden hast, der Industrieexpertise hat und auf der anderen Seite Leute hast, die das strategische Verständnis haben. Wenn du das miteinander kombinierst, dann kannst du dem Kunden wirklich einen Mehrwert bringen und er selber dann halt auch die Transformation vorantreiben kann. Okay. Und zu solchen Aufgaben, solche Aufgaben führen dann zu Vorträgen von dir mit Thesen und Titeln wie What happens when an entire generation stops buying cars?

[25:39] Also wenn eine ganze Generation aufhört, Autos zu kaufen. Ihr müsstet sein Gesicht sehen. Er lachte. Das ist ja das Schöne. Diese Titel bleiben ja hängen und an den Titeln reiben sich ja auch viele. Und dann muss man immer den dazugehörigen Begleittext lesen bei LinkedIn und dann wird vieles klar. Aber er war tatsächlich einer meiner erfolgreichsten Posts, warum auch immer. Wahrscheinlich, weil genau deshalb sind so viele Leute auf so einen Artikel geklickt. Ja, ich glaube, dieser, da muss man einmal ganz kurz ausholen, das war ein Vortrag, wir Berater neigen ja immer dazu, empirisch die Industrie zu erklären. Und was wir mal vergessen ist, das gibt es ja, Empirie ist das eine, aber wie ist das denn in echt?

[26:24] Und in echt gibt es da so jemanden, der heißt Kunde. Übrigens haben das Beratung und Automobilkonzerne gemeinsam, also so das Kundenthema. Aber wir gucken uns natürlich in der Beratung dann auch die Kundenseite an. Empirie ist das eine, was Kunden ist dann. Da machen wir auch mal große Kundenumfragen und da kommen tatsächlich immer sehr interessante Dinge raus. Da ging es dann deshalb mit dem Thema, was macht die junge Generation einfach. Da ist rausgekommen, dass in der jüngen Generation Mobilität zwar noch eine Rolle spielt, aber das Auto eher eine Untergeordnete. Im Sinne von, es wird halt mehrdimensional über das Thema Mobility as a Service nachgedacht und verschiedene Mobilitätskrise anguckt. bin ich bei dir.

[27:10] Es ist auch eine viel klügere Diskussion, darüber zu reden, als dass jedes Jahr wird irgendwo eine Umfrage gemacht, einmal in einem Ballungsgebiet, einmal auf dem Land. Die Jugend macht keinen Führerschein mehr. Die Jugend möchte kein Auto mehr kaufen. Das ist so eindimensional. Klar, wenn wir ein Auto verkaufen, interessiert dich nur das, aber die Mobilität ist ja der Punkt. Es wird in zehn Jahren keiner mehr ein Auto besitzen. Wir werden die Autos alle nutzen. Insbesondere die Neuwaren. Stabdese hier. Ja, das ist aber glaube ich was, womit wir uns alle auseinandersetzen müssen, weil was wir ja gerade sehen, ist ja der klare Trend, das ist ja am Ende ein Fakt, nicht mehr nur ein Trend, vom Besitzen zum Nutzen.

[27:58] Und wenn ich über Nutzung rede, dann rede ich darüber, Leasing ist ja auch eine Form, der Nutzung und Leasing dominiert aktuell gerade das ganze Nutzungsthema. Aber wenn wir jetzt nochmal reinzoomen und sagen, die Zukunft ist elektrisch beziehungsweise bezogen auf nicht nur Webs, sondern XEVs, also auch PHEVs, also Hybride, dann sehen wir ja heute schon, dass diese Fahrzeuge fast ausschließlich über den nutzungsbasierten Kanal rausgehen. Deshalb ist jetzt mal meine steile Hypothese, in zehn Jahren, wenn wir zehn Jahre weiter gucken, wird niemand mehr ein Auto besitzen, sondern das Auto nutzen jetzt. Wird jeder da sagen, es gibt ganz viele Ausnahmen, aber das ist jetzt mal die These. Ich bin so 50-50, ich will gar nicht, also ich glaube aber, dass wenn die Technologie, wenn die Angst, so die Ängste bei Elektromobilität abgebaut sind, wenn du einfach, das haben ja alle gehört, was BYD da so gerade präsentiert mit den großen Batterieentwicklern, wenn das einfach sehr schnell geht und alles sehr lange hält, es geht ja gar nicht um die Reichweite, wenn es einfach schnell geht und lange hält, dass wenn die Ängste weg sind, dann möglicherweise Leute auch dann irgendwann sagen, ob ich jetzt einen Benziner finanziere oder kaufe oder ein E-Auto, also nicht.

[29:17] Also mir fehlt beim Leasing zum Beispiel der Faktor Flexibilität, aber das ist ja Geschmackssache einfach.

[29:23] Total, also ich meine, die Flexibilität besteht ja darin, dass du nach zwei, drei, wie auch immer, gerade im Zeitraum dann Outdoor wieder tauschen kannst. Ich bin aber total bei dir, also ich glaube, das ist eine Sache des Geschmacks, also im Sinne von, was bist du auch für ein Typ, gebrauchbar, gemarktiert ja auch nochmal anders aus, aber grundsätzlich merken, also wenn du auch mit Händlern sprichst, merkt man schon das ganze Thema Finanzdienstleistungsprodukte, ist sie über die letzten Jahre extremst gestiegen und auch im Bereich der Verbrenner, die steigen die Leute halt auf flexible Produkte, insbesondere die Serum. Ja, es ist, ich höre auch immer mehr aus dem Markt, dass, also Händler spüren ja natürlich logischerweise, dass im Gebrauchtwagen, im Neuwagenbereich ja nicht mehr so die große Marge ist und dann geht es Richtung Gebrauchtwagen, okay, da ist eine größere Marge, aber die Marge wird ja nochmal größer, wenn du ein Finanzprodukt und am besten noch ein Garantieprodukt verkaufst.

[30:24] Das ist ein interessanter Trend. Definitiv, aber ich glaube, da muss man auch eine Differenzierung, würde ich da nochmal reinziehen wollen, das ist die Differenzierung zwischen Volumensegment und Premiumsegment. Diese Trends, die wir sehen, sind natürlich aufs Volumensegment bezogen. Im Premiumsegment stellt sich das, da gibt es auch eine ähnliche Entwicklung, aber das ist insbesondere bei batterieelektrischen Fahrzeugen, weniger beim Thema Verbrenner tatsächlich. Da wird halt, also wenn wir über Premium reden, da wird noch gekauft. Okay. Eigentlich gucken wir gerade schon in die Zukunft, dann brauchen wir ja nicht in den Rückspiegel gucken, dann machen wir einfach mal das Pferdlicht an und gucken mal nach vorne. Ich möchte noch mal ganz kurz auf deinen China-Ausflug zurückkommen und neben den persönlichen Erfahrungen, wo wir drüber gesprochen haben, super, im Hintergrund geht meine Tür.

[31:16] Hast du das gehört? Ja, habe ich gehört. Lustig, also jetzt wisst ihr da draußen auch, wie meine Schelle sich anhört im Zweifel. Lass mal einfach mal drin, mal gucken, ob der Postbote nochmal schellt. Ja, wir machen weiter. Also neben dem, was man persönlich da so mitnehmen konnte, beruflich, was siehst du für einen Impact aus China, aus den Entwicklungen, doch ganz allgemeiner Natur für den konkret deutschen und eventuell europäischen Marktraum? Ich glaube, es sind mehrere Dinge. Das eine ist natürlich, dass die Fahrzeuge, die dort jetzt vorgestellt und entwickelt wurden, sind im Verhältnis zu dem, was wir aktuell gerade in Europa präsentieren, insbesondere auch im batterieelektrischen Segment, Fahrzeuge, die durchaus hier in Europa Anklang finden werden, vom Design her, von den Features her.

[32:14] dieses, dass wir immer verallgemeinern ja gerne wir Deutschen, dass dieser Tsunami der Elektroautos in Wilhelmshaven irgendwie an der Kaikante zerschellt ist, das finde ich immer super, wenn wir uns da selber so ein bisschen Mut zusprechen und sagen, komm, wir schaffen das gemeinsam.

[32:37] Da wäre ich mal sehr, sehr vorsichtig mit, weil wenn wir uns andere europäische Märkte angucken, beispielsweise das sind spanische Marken, andere Märkte, da haben die Chinesen schon sehr gut Fuß gefasst und das ist in Deutschland auch eine Frage der Zeit, bis wir da eine gewisse Durchdringung haben werden. Also was wir da gesehen haben, ist für Europa bleibt der Trend da, es werden chinesische Marken, europäische Marken kommen, es werden sich nicht alle durchsetzen, aber wir werden am Ende, wie wir es damals bei den Koreanern auch hatten, insbesondere im Volumensegment bei batterieelektrischen Fahrzeugen, aber auch, und da komme ich gleich nochmal zu, bei anderen Antriebstechnologien werden wir ein Footprint haben. Das ist das eine. Das andere ist, in China sieht man, was möglich wäre. Was ich damit meine ist, in China sind wir, haben wir einen Hersteller besucht, die Auto, vielleicht sagt das einigen Hörerinnen.

[33:23] Da war ich auch. Genau. In Shanghai. In Shanghai. Und da sind sie vielleicht auch aus diesem Parkhaus, voll autonom rausgefahren, bis dann vielleicht auch 45 Minuten voll autonom durch die Stadt gefahren und voll autonom wieder zurück ins Parkhaus gefahren. Ich war am Anfang sehr irritiert, dass der Fahrer irgendwie auf ReChat Spiele gespielt hat und dann aber Fragen beantwortet hat und irgendwie dann wild auf seinem Display rumgetrippt hat. Was ich damit sagen will ist, das ist technologisch, also dass man technologisch dort gesehen hat, was bei uns möglich werden wird. Ich glaube, viele Dinge wären schon möglich, wenn wir uns mit gewissen Regulatorik nicht im Weg stehen. Das ist ja nochmal was anderes.

[34:08] Also wir haben ja viele Dinge, das ist immer Segen und Fluch zugleich. Man kann China nicht eins zu eins mit Europa vergleichen, insbesondere was die Regulatorik angeht. Aber da sieht man immer, was ist möglich, also was geht tatsächlich. Und ich glaube, was man noch mitnimmt, ist, dass das ganze Thema, das Auto ist am Ende ein Device. Also das Auto ist eine Hülle und wichtig ist halt, was diese Hülle kann. Im Sinne der Fahrerassistenzsysteme, im Sinne aber auch der Software, des Infotainments, was drin ist. Und dass das halt auch ein Trend ist, der in Europa kommen wird. Also das wird nach und nach, wird das immer, immer wichtiger.

[34:56] Und selbst ich merke ja, mir ist mittlerweile egal, was für eine Marke, ein Auto ich fahre, wenn ich es nutze. Auch ein Abo-Modell, da können wir ein Auto regelmäßig tauschen. Wichtig ist mir die Konnektivität und dass das Auto vernünftig funktioniert im Sinne der Konnektivität, Multimedia, auch der Fahrerassistenzsysteme. Also das wird kommen. Und das ist super interessant in China, die drei Sachen, so habe ich es so mitgenommen, neben vielen anderen Dingen. Aber das sind Sachen, die kann ich mir im europäischen Markt auch gut vorstellen. Also was mir bei Li auch aufgefallen ist, aber auch bei einer Fahrt mit dem Li, ist halt, dass die Navigationssysteme ja voll kommunizieren mit den Ampelsystemen. Was du siehst, wie sind die Ampelfasen rot und danach navigiert der auch.

[35:41] Das ist ja, also ich habe das gesehen und dachte erst, was ist denn das? Und dann habe ich irgendwann die Ampel gesehen, die ja auch runter zählt und dann guckte ich so. Also kein Verzug dazwischen, die kommunizieren da vollständig. Das fand ich sehr beeindruckend. Das wäre natürlich auch ein Bund, wenn man hier das Navigation, Navi anmacht und du weißt halt, wie du fahren musst. Aber da wissen wir jetzt auch alle, dass das erstmal langfristig noch nicht passieren wird. Ein Infrastruktur-Thema und wo du gerade so erzählt hast, ich frage mich, ob der Impact des, ich nenne das jetzt mal unfachmännisch, unspezifisch, des chinesischen Autoproduktes der größere Impact wird oder ob die chinesischen Companies vielleicht doch den Schritt hier rüber schaffen mit irgendeinem Ansatz, der gegenüber europäischen und deutschen Marken vielleicht einen größeren Impact hat.

[36:34] Also, ich will nicht sagen philosophischer Ansatz, aber ob das Produkt der Case ist oder die Company-Philosophie. Ich weiß es nicht. Ich drehe es mal. Ich drehe es mal. Wir haben vorhin über einen Kunden gesprochen und ich glaube, Ausschlaggebend ist da der Kunde. Und ich, was wir gerade, also was wir, was ich immer an mir merke oder meinem Umfeld merke, sonst sagt jeder wieder, ja, das Berater, wir haben eine Studie gemacht. Nee, aber das ist so, man wird ja, also das Auto wird ja immer mehr zum Commodity. Also ich habe halt ein Auto und ich komme von A nach B. Das war in der Generation meiner Eltern noch ganz anders, wo ich bin aufgewachsen und habe Sonntag das Auto gewaschen. Das ist ja nicht mehr so. Also das tut man vielleicht mit seinen Schätzchen, die man in der Garage stehen hat, aber tue ich das mit einem Daily Driver, der mich von A nach B bringt, Nein.

[37:25] Bei einem Daily Driver wirklich wichtig, was es jetzt für eine, was für eine Marke ist, wenn ich den eh in regelmäßigen Abständen tausche. Nein. Das heißt also, das ist am Ende entscheidet ja der Kunde und das ist ja das, was am Ende interessant wird. Nimmt ihr dieses Produkt ja oder nein? Und wenn wir den Kunden fragen, ist das erste, also es ist das erste Entscheidungskriterium, was er, also was der Großteil der Kunden andringt, ist der Preis. Und das ist natürlich eine Sache, wo man, wenn man da dann tatsächlich Preis, also sozusagen Preis-Asset-Verhältnis mal darstellt, also was bekomme ich halt, was für ein Asset bekomme ich zu welchem Preis? Da sind wir, also wir, das nennt die deutsche Automobilindustrie, im Vergleich zu Herstellern, die deutlich günstiger produzieren, in anderen Ländern, natürlich weit, weit dahinter, weil wir deutlich teurer sind als alle anderen und das ist natürlich dann auch ein Ausschlaggebend, wenn ich über Leasing-Faktoren rede, etc., etc.

[38:27] Und das wird spannend, wie der Kunde entscheidet. Also ich bin bei dir, also ich glaube, es ist noch nicht mehr so, dass, also der Kunde entscheidet ja, ob ein Hersteller oder ob irgendetwas erfolgreich ist. Also ein iPhone wäre ja auch nicht erfolgreich gewesen, hätte der Kunde gesagt, ich brauche das nicht. Ja. Dann hätten wir heute beide noch ein Nokia. So. Dann nehmen das 3310. Aber das ist, glaube ich, so die Sache, die man sich dann immer überlegen muss. Also nimmt der Kunde. Der Kunde ist ja gerade sehr empfänglich dafür. Wobei, da muss man auch immer so ein bisschen außerhalb seiner Bubble gucken, also im Freundeskreis oder so, wo ich durchaus auch, da habe ich sehr autoaffine Menschen und genau das Gegenteil, sehr unautoaffine. Und ich habe noch nicht irgendwo mal gehört, dass jemand irgendwie Bock auf ein chinesisches Auto hat oder so, das ist noch nicht in der Breite angekommen.

[39:20] Das wird noch ein paar Jahre dauern, definitiv. Glaube ich auch nicht, auch wenn man sich die Zulassungsstatistiken anguckt. Aber, also, ich würde immer sagen, wenn ich jemandem sage, du kannst jetzt für 100 Euro im Jahr, im Monat, kannst du ein Auto fahren. Und der sagt, ja, ist total super. Und weißt du was, mir scheiße, ja, was ist das für ein Modell? Entschuldigung, bitte, die Aussage. Das ist immer so ein bisschen so das Thema ist, es fängt ja dann immer an, also die Leute fangen dann an nachzudenken, wenn es halt wirklich, also wenn es halt wirklich um ein Investment geht. Und es gibt so bestimmte Abstufungen, wo die Leute dann sagen, okay, dann habe ich das jetzt, dann kann ich es nutzen und machst dann am Ende nicht mehr davon abhängig. Also mal ganz platt gesagt, vergleichen wir es doch mit dem Fliegen. Also, du kannst dir halt überlegen, fliegst du halt mit Lufthansa für 799 Euro nach Mallorca oder mit Ryanair für 49,99.

[40:11] Dann fliegst du halt mit Ryanair für 49,99 und nimmst jetzt die andere Kohle, um die eine schöne Finca irgendwie zu nehmen, anstatt mit 799 mit einer etablierten Marke, wo du halt sagst, irgendwie das kenne ich, ich spreche nach Deutschland, also was ich damit sagen würde, ich glaube, das ist am Ende, es wird ein Preis, wird ein Kriterium sein, ich glaube, es gibt noch andere Kriterien, aber ich glaube, ganz entscheidend wird halt sein, wie hohlst du halt den Kunden mit seinen Bedürfnissen als Marke, sowohl als etablierter OEM-Arbeit, als neuer OEM, der in den Markt kommt. Nehmen wir nochmal einen Faktor mit rein, weil da weiß ich, da sind immer viele Hörer bei, den Autohändler, den Autohändler. Wie blickst du so auf die Entwicklung für den deutschen Autohandel?

[40:59] Da weiß ich, wenn die irgendein Stichwort mal in die Runde werfen wollen würde, ist das Thema Konsolidierung, was ja fast jeden Tag ist irgendwo einer gekauft oder kauft. Ich muss da mal so ein bisschen schmunzeln und einige, die mich jetzt reden hören werden, werden auch schmunzeln. Hättest du mich das vor sechs Jahren gefragt, fünf Jahren, dann hätte ich gesagt, der Handler spielt keine Rolle, ist alles Direct-to-Consumer, alles digital und so, und der Kunde das unbedingt. Und da stehe ich auch zu, da stehe ich nach wie vor zu, das war damals, das war sozusagen damals der Best-Gest und die Hypothese. So, jetzt darf man sich auch korrigieren und darf man sich auch ins Besseren belehren lassen im Sinne der Marktdynamik und auch wieder da, was möchte der Kunde? Und was wir auch heute sehen ist, dass der Handel weiterhin eine Rolle spielen wird und der Kunde gerne einen Omnichannel-Vertriebskanal hätte, der möchte vielleicht bestimmte Dinge digital regeln können, aber er möchte auch einen Anlaufpunkt haben, wo er hingehen kann und wo er sich Dinge nochmal angucken kann, wo ihm nochmal Dinge erklärt werden.

[41:59] Ich glaube aber auch, dass die Rolle des Handels, wie wir ihn klassischerweise mal kannten, sich ändern wird und es ein Point of Experience wird. Also das heißt nicht, dass sozusagen die Händler weggehen, aber es wird am Ende ein Point of Experience und du wirst einfach dich anders aufstellen und den Kunden anders beraten. Nicht mehr klassischerweise, glaube ich, für heute, sondern das wird halt alles digitaler werden und du wirst am Ende dem Kunden halt dieses Auto als Erlebnis halt näher bringen.

[42:31] Ich bin zum Thema Konsolidierung, ja, also die Konsolidierung findet statt und die wird auch noch weiter getrieben werden, weil du natürlich auch aufgrund der strukturellen Veränderungen, die du halt, die du vorfindest, natürlich auch, ist eine Konsolidierung ja was Natürliches. Der belgische Markt hat das vorgemacht. Vor 10, 15 Jahren haben die ja schon angefangen und haben sich intern konsolidiert im Markt. So, die Deutschen konsolidieren sich jetzt auch. Ich glaube auch, das wird über Europa hinweg, also wir sehen jetzt ja auch vierfach den Trend, dass es, Van Mossel ist ja mal so ein Beispiel, wir konsolidieren über Europa. Ich glaube, ganz, ganz wichtig wird, dass auch wenn wir so eine Konsolidierung haben, dass du weiterhin die Marktexpertise hast. Also man muss immer aufpassen, dass man bei so einer Konsolidierung nicht, dass er nicht die Überheblichkeit ansetzt und man sagt, ich zentralisiere in dem Land, wo ich herkomme, alle Aktivitäten in einer Holding und erkläre den Märkten, wie das Geschäft funktioniert.

[43:27] In Europa hast du, jedes Land hat unterschiedliche, jede Region sogar, wenn nicht sogar jede Stadt, unterschiedliche Akzente, Nuancen, da brauchst du halt immer jemanden vor Ort. Deshalb glaube ich ja, es wird eine Konsolidierung geben. Wir werden die Landschaft in 10 Jahren, wird sich wahrscheinlich so bereinigen, dass wir 50 Prozent weniger, weniger Händler haben werden. Ich glaube noch nicht mehr, dass es durch eine Konsolidierung kommt, aber wenn man sich jetzt auch die Generationen anguckt, die jetzt in den Autohäusern gerade sind, kann es ja durchaus sein, dass keine Nachfolger gefunden werden, dass du dann eine natürliche, sage ich mal, Selektion hast, plus dann halt die Konsolidierung, die stattfindet, die glaube ich gar nicht so schlecht ist für den Kunden, weil man dadurch natürlich auch Fahrzeuge vielleicht halt auch zu besseren Konditionen bekommt, weil es halt Einkaufsvorteile gibt für so große Ketten etc.

[44:19] Ich glaube aber, für den Autohandel, das ist total wichtig, man muss ja nicht immer gekauft werden. Also es ist immer so die Frage, ja, bekaufe ich oder werde ich gekauft? Nee, guck doch mal, dass wir zusammenarbeitet. Also im Sinne von, dass du, dass du in dieser Industrie einfach sagst, wo können wir denn, was kannst du gut, was kann ich gut, wo können wir uns auch in einem bestimmten Umkreis vielleicht halt auch gegenseitig unterstützen, um am Ende auch dem Kunden dann halt diesen Mehrwert zu bringen, den er gerne hätte. Fehlt uns aber grundsätzlich in der Industrie, weil ich glaube, dass wir, wenn wir diese Branche transformieren wollen, wo wir es ja gerade machen, kriegen wir nur gemeinsam hin. Und das kriegen wir auch nur hin, wenn wir nicht mehr dieses Sido-Denken haben, sondern sagen, uns geht es darum, dass es es in 30 Jahren gibt, nur besser und das kriegen wir nur gemeinsam hin.

[45:09] Das kriegt nicht mal jeder für sich hin, sondern das müssen wir gemeinsam machen. Okay, klares Statement. Am Anfang dachte ich noch so, oh, mal gucken, was jetzt kommt. Der Handel bleibt, behält eine wichtige Rolle, aber es wird einen Omnichannel-Vertrieb geben, weil der Kunde das möchte. Alles klar. Oh Mensch. Benedikt, ganz herzlichen Dank, dass du hier alle meine Fragen so, dass du dich so Löcher lässt und uns so schön antwortest. Vielen lieben Dank an der Stelle schon mal. Wir sind auch so weitgehend durch und jetzt kommt eigentlich nur noch die Abschlussfrage. Der Klassiker. Meine Hörer kennen die. Ich weiß gar nicht, ob du die so genau kennst, die Abschlussfrage. Jetzt bin ich gespannt. Ich glaube, ich kenne die nicht. Ich habe immer aufgehört, bevor du gesagt hast, es ist eine Abschlussfrage, weil ich denke immer, bei Abschlussfragen fassen die Leute immer noch mal zusammen und dann dachte ich, okay, das war heute schon ein gutes Gespräch.

[46:02] Okay, jetzt bin ich gespannt. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto, in Deutschland, fährst von A nach B, rufst dir das über eine App, wie auch immer, steigst ein, machst die Zeitung auf, fährst von A nach B über Stadt, Land, Fluss, Autobahn und steigst dann entspannt wieder aus. 10 bis 15 Jahre. 10 bis 15 Jahre. Ja, komm, lass ich dich mal raus mit. Normalerweise sage ich immer konkret, sag eine Zahl, aber 10 bis 15 Jahre. Okay, 15, dann sage ich dir 15. Ja, okay. Weil ich nicht glaube, dass wir es regulatieren. Ich glaube nicht, es schadet nicht an der Technologie, es schadet am Ende an den regulatorischen Hürden. Okay, alles klar. Ja, das sehe ich auch so. Cool, Benedikt, danke schön.

[46:48] Dann sind wir für heute durch hier. Ich danke dir, hast du Spaß gemacht. Ja, auf jeden Fall und ich glaube, hier und da werde ich nochmal auf dich zurückgreifen. Das ist gar kein Problem. Sehr, sehr gerne. Ich habe mich sehr gefreut. Vielen Dank, dass ich Teil sein durfte von der ganzen Reihe Beziehungsgespräche. Super, alles klar. Dann würde ich sagen, viele Grüße an euch da draußen, wo immer ihr das hört und wir hören uns bestimmt bald wieder mit wieder einem mit Sicherheit ähnlich spannenden Gast wie im Benedikt und ich sage von meiner Seite aus, ciao, ich bin raus und der Benedikt sagt auch noch irgendwas. Ciao, bis bald.
