# Frank Motejat, geschäftsführender Inhaber der Autohaus Mothor GmbH

URL: https://www.tim-kloetzing.de/podcast/benzingespraeche/143-frank-motejat-geschaeftsfuehrender-inhaber-der-autohaus/
Reihe: Benzingespräche
Folge: 143
Datum: 02.09.2024
Dauer: 38 Min
Gäste: Frank Motejat

## Worum es geht

Umparken im Kopf! 30 Jahre Autohandel - Ein Vollblut Unternehmer im Talk In diesem Gespräch mit Frank Motejat, Geschäftsführer und Inhaber der Autohaus Mothor GmbH, geht es um Themen wie Direktmarketing, Kundenbeziehungen, Künstliche Intelligenz und unternehmerische Herausforderungen. Frank teilt seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus über 30 Jahren im Autohandel. Er betont die Bedeutung von Direktmarketing und persönlicher Ansprache in der Kundenkommunikation. Außerdem spricht er über die Notwendigkeit, sich mit neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen und Mitarbeiter in diesen Prozess einzubeziehen. Frank erzählt auch von seinen größten unternehmerischen Herausforderungen und den schönsten Erinnerungen und Erlebnissen in seiner Karriere. Aber auch über seine Erfahrungen als Motorradfahrer in der DDR und seine Reisen nach der Wende. Er betont, wie spannend und herausfordernd die Veränderungen im Autohandel sind. Er diskutiert die Entwicklung des Autohandels, die Bedeutung von Elektroautos und die Herausforderungen des Agenturvertriebs. Er spricht auch über die innovativsten Entwicklungen im Autohandel und seine Einschätzung zur Zukunft der Verbrennungsmotoren. Das Gespräch endet mit einem Dank an Tim und die Betonung der Bedeutung von Neugierde. Takeaways Direktmarketing ist der Kern eines guten Marketings und ermöglicht eine persönliche Ansprache der Kunden. Es ist wichtig, sich mit neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen und Mitarbeiter in diesen Prozess einzubeziehen. Unternehmerische Herausforderungen können Chancen für persönliches Wachstum und Weiterentwicklung bieten. Die schönsten Erinnerungen und Erlebnisse in der Karriere können durch besondere Erfolge und Reisen entstehen. Die Wendezeit ermöglichte Frank Motejat, neue Länder zu bereisen und verschiedene Wirtschaftssysteme kennenzulernen. Der Autohandel ist ein spannendes und herausforderndes Geschäft, das sich ständig verändert. Die Entwicklung von Elektroautos ist noch nicht so weit fortgeschritten wie erhofft, aber es gibt eine steigende Nachfrage nach E-Brauchtwagen. Der Agenturvertrieb im Autohandel birgt Chancen und Risiken, und es ist wichtig, die richtige Balance zu finden. Die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind die innovativsten Entwicklungen im Autohandel. Die Zukunft der Verbrennungsmotoren ist ungewiss, aber sie werden voraussichtlich langsam an Bedeutung verlieren. yareto: das unabhängige B2B-Portal für den Vergleich von Fahrzeugfinanzierungen für den Autohandel. [www.yareto.de](https://www.yareto.de)

## Links aus der Folge

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## Gespräch als Text

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[00:00] Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Dieser Podcast wird präsentiert von Jareto, dem Finanzierungsexperten für den Kfz-Handel. Auf jareto.de könnt ihr als Autohändler schnell und einfach Autokredite für eure Kunden vergleichen, anfragen und abschließen. Und das mit Top-Zinskonditionen. Euer Vorteil, sekundenschneller, transparenter Vergleich, eine einheitliche Antragsstrecke und vieles mehr.

[01:10] Mit über zehn Banken für Absatzfinanzierung holt ihr einfach mehr für euch und eure Kunden raus. Jareto.de. Herzlich willkommen zurück hier bei den Benzingesprächen. Und ich glaube, heute wird es recht unterhaltsam und ein sehr offener Talk, weil, ja, weil ich habe einen Gast, der genau dafür bekannt ist, da möchte ich auch direkt sagen, herzlich willkommen, Frank Motejat, Geschäftsführer und Inhaber der Autohaus Motor GmbH. Hallo, Frank. Hallo, Tim. Schön, dass ich dabei sein darf. Ich freue mich schon irre und konnte auch ganz schlecht schlafen. Ach, Quatsch, hör auf. Erzähl doch sowas nicht.

[01:53] Ja, ich sage mal, Nervosität gehört, finde ich, immer mit dazu. Ich glaube, das fährt die Synapsen so ein bisschen hoch dann, das Ganze. Ja, definitiv. Nervosität, also das ist mir auch definitiv kein Fremdwort. Ist ja auch irgendwie, man ist dann einfach auch ein bisschen konzentrierter und fokussierter dabei und, ja. Frank, wie geht's? Was gibt's so Neues? Zuletzt haben wir uns persönlich in Hamburg bei der OMR. Das ist für die, die sie nicht kennen sollten. Europas größtes, ich sage mal, Online-Marketing-Festival. Da sind wir uns über den Weg gelaufen. Dein Sohn war auch dabei. Ja, schon ein paar Tage her. Noch was im Kopf davon? Ja, einiges. Ich sage mal, dieses Festival, du hast es ja angesprochen, da sind 70.000 Menschen unter 40 und ich. Und ich.

[02:46] Ja, und du natürlich. Alles Marketing-Typen und eine riesen Bühne, aber vor allem, die gibt's da ganz tolle Masterclasses. Das heißt also, du kannst dich da in Themen ganz tief reinbegeben und das mache ich auch immer und habe da viel Freude dran. Hast du die Masterclasses bekommen, die du wolltest, frage ich mal so? Weil ich habe nichts davon gekriegt und war dann auch nicht da. Die meisten habe ich bekommen, weil ich auch sehr schnell da antworte und waren tatsächlich auch immer KI-Themen. Ja, weil das ist jetzt natürlich der neueste heiße Scheiß, aber das war vor einem Jahr auch schon so und da war ich auch in den KI-Themen und da gibt's die meiste Entwicklung ganz einfach. Das spürt man da, ja. Da habe ich kurz nach der OMR mit einem Freund, der eine große Marketing-Agentur hat, auch schon einen Podcast zugemacht. Also letztes Jahr war der Aufschlag natürlich größer, viel intensiver mit dem Thema KI, weil das noch neuer war. In diesem Jahr gab es nicht so den ganz großen AHA-Effekt, fand ich.

[03:50] Ja, das sehe ich genauso, aber wahrscheinlich auch, weil es schon mehr angekommen ist. Und ich bin zum Beispiel zu meinen Kollegen gekommen und habe zu denen gesagt, pass mal auf, das Erstaunlichste bei dieser OMR war diesmal, dass die Agenturen glaubhaft versichert haben, dass niemand mehr einen Text schreibt. Ja, also einen eigenen, sondern immer über KI und immer verbessert. Aber das ist es, also für die ist es so vollkommen angekommen, wo wir sagen, na jetzt müssen wir langsam mal anfangen, darüber nachzudenken und unsere Mitarbeiter mitzunehmen, sozusagen. Ja. Also wenn man, ich habe da vorhin noch drüber, ich habe letztens was gepostet auf LinkedIn, da habe ich vorhin noch jemandem wieder drauf geantwortet. Wir beschäftigen uns damit. Also ich beschäftige mich, ich habe ja vorhin im Vorfeld auch erzählt, was ich gerade an AI-Themen ganz stark dran bin mit KI-generierten Avataren und Stimmen und sowas. Aber überleg mal, wie viele Leute vielleicht in deinem privaten Umfeld jemals schon ChatGPT überhaupt benutzt haben. Das sind

[04:58] nicht viele. Das steht definitiv fest und das ist furchtbar und das ist vielleicht schon ein Spruch, den man zu oft hört hat. Viele sagen, ich habe keine Angst vor ChatGPT, ich habe Angst vor Leuten, die sich nicht damit beschäftigen. Und vor zwei Jahren habe ich mal eine Rede im Autohaus gehalten und da habe ich zum Schluss gesagt, wie lange habe ich dafür gebraucht? Und dann habe ich gesagt, ich habe fünf Minuten gebraucht. Vorher 45 Minuten. Weil ChatGPT hat mir das so vollgegeben. Also vor zwei Jahren habe ich das in die Firma reingebracht. Aber du musst immer noch dafür sorgen, dass die Mitarbeiter das kennenlernen und mitempfinden. Und deswegen haben wir zum Beispiel ein, also der heißt bei uns Kiwi, das heißt KI-Mittwoch in dem Fall, wo wir einmal im Monat alle Mitarbeiter Interessierten ranholen, eine Stunde und sagen, was, wie können wir das in der Praxis umsetzen und machen? Und ich kann für mich sagen, ich nutze das jeden Tag. Jeden Tag.

[05:58] Ja, cool. Ich glaube, ich schaue mal, wenn ich irgendwann mal mittwochs bei dir in der Gegend bin, da komme ich vorbei. Das ist eine Drohung. Dann kannst du ja den Kollegen auch mal was erzählen. Nicht nur immer die Marketingabteilung oder ich. Ja, klar, können wir mal machen. Aber du, wir sind hier im Podcast. Wir müssen jetzt mal, die Leute wissen ja, der Podcast begrüßt. Und dann gibt es erstmal den Blick in den Rückspiegel. Das machen wir jetzt auch. Du, dein Werdegang, Baujahr 69, verheiratet, zwei Kinder. Einen davon habe ich bei der OMR kennengelernt. Du lebst in 39629. Was ist das? Ja, das ist Bismarck. Ich sage immer, wir wohnen da, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen. Das heißt also, wenn du einen Fuchs von Berlin losschickst und einen Hasen von Wolfsburg in der Mitte, treffen die sich.

[06:51] Und direkt neben uns ist das größte unbewohnte Gebiet Europas. Also, ihr könnt euch vorstellen, wie es hier aussieht. Und dann sage ich immer, wenn jemand irgendwann mal in den Mediamarkt geht und da gefragt wird an der Kasse, wo kommen sie her, dann soll die immer sagen 39629. Das sollen sie sich merken. Vielleicht baut dann irgendwann mal in dieser strukturschwachen Gegend einer einen Mediamarkt, weil so ein Marketingtyp sagt, da kommen nur schlaue Leute her. Ich habe ja eingangs gesagt, es wird unterhaltsam heute. Wir sind schon mittendrin. Gebürtig bist du aus Magdeburg, so hast du mir das kundgetan, also für die restlichen Magdeburg. Du hast eine Ausbildung zum Facharbeiter gemacht, 1988, dann Fachwirt Direktmarketing, 1996. Finde ich persönlich sehr spannend übrigens.

[07:46] Bachelorstudium 2006. Und dann hast du erstmal gearbeitet bei KWV? Fragezeichen. KWV? Die kommunale Wohnungsverwaltung. Deswegen habe ich das extra so geschrieben. Ich war also Halbgötter in Weiß, nannte man das zur DDR-Zeit. Ich war Maler und habe bei der kommunalen Wohnungsverwaltung gearbeitet. Also ein spannender Lebenslauf. Ja, also ich habe mich mal von jemandem abholen lassen, in Frankfurt am Main. Und er sagt, warum lachen sie denn so? Ich sage, gucken Sie mal, die Bank, die habe ich gestrichen, hier in Frankfurt am Main, also in den Tiefgaragen. Und dann sagt er, und jetzt halten Sie Vorträge? Ich sage, ja, ich weiß auch nicht, wie das passiert ist.

[08:31] Sehr schön. Ja, dann ging es aber rüber in die Autobranche. Und da hast du bei Motor angefangen, 1992. Also du hast dich klassisch hochgearbeitet, wenn ich das hier so richtig nachverfolgt habe. Zuerst wirklich Verkäufer, Verkaufsleiter, Geschäftsstellenleiter und dann später dann Richtung Geschäftsführung und dann auch zur Inhaberschaft. Also richtig angefangen habe ich bei Tormann. Ja, und Motor heißt Motorjad und Tormann. Ja, stimmt. Und deshalb, also die erste Firma war ganz klein, zwei Angestellte. Wir haben jetzt 270 Mitarbeiter. Also tatsächlich und immer ein kontinuierliches, gleichmäßiges Wachstum. Und dann haben wir die nächsten Betriebe halt zusammen eröffnet und ja, so hat sich das entwickelt.

[09:21] Und ich glaube auch immer, ich trage in mir seinen Motor in dem Fall. Ja, also irgendwas treibt mich an. Ich spüre das auch, wenn ich was Neues lese, wenn ich was Tolles sehe, dann sage ich immer, dann spüre ich auf dem Rücken tatsächlich eine körperliche Reaktion. Ihr habt 72 Mitarbeiter circa. Ihr habt die Marken VW, VW-Nuzzi, Skoda, Mitsubishi, Ford und im Wohnmobilbereich mit Detler seid ihr unterwegs. Wie viele Standorte habt ihr? Wir haben neun Standorte. Ja, und ja. Also über die Jahre eben auch immer wieder da weiterentwickelt und auch nicht immer strategisch, muss man natürlich sagen. Ja, also manchmal ist einem auch etwas zugefallen, wie beispielsweise Mitsubishi. Das hatte sich damals einfach so ergeben, ja.

[10:12] Wie sich es im Leben öfter mal so ergibt halt, ne? Ja. Ja, jetzt bist du, das dürfen wir natürlich überhaupt nicht hier runterfallen lassen, weil das finde ich halt bemerkenswert. In den Benzingesprächen hatte ich bisher sehr selten Gäste, die so lange in einem Betrieb sind wie du. Das sind gut 30 Jahre in einem Betrieb und hast da, ich sag mal, klein angefangen, dich hochgearbeitet und bist da Inhaber. Boah, erzähl doch mal, wie sich das ergeben hat vom Tiefgaragenmaler bei Banken zum Inhaber bei Motor. Ja, da sag ich immer, wenn unsere Lehrlinge zu uns in die Firma kommen, habe ich denen immer gesagt, schon zu DDR-Zeiten habe ich immer nach Feierabend gearbeitet.

[11:03] Und da ging es wirklich schwörig, nie ums Geld, sondern um die Freude an der Arbeit. Und nach der Wende dann, ich sage immer, also mein Mitgesellschafter Lars Dormann hatte einen Verkäufer, der hatte einen kreativen Umgang mit der Wahrheit. Und ich war zur Armee eingezogen und habe zu ihm gesagt, such dir einen Vernünftigen und so lange mache ich das und dann bin ich da hängen geblieben. Und es gibt ja so ein chinesisches Sprichwort, das heißt, wer den Tiger einmal geritten hat, der kann nicht mehr absteigen. Und so ist es natürlich, wenn man dann irgendwann Anteile miterwirbt oder Betriebe aufmacht, bleibt man da. Aber das Wichtigste, was ich den jungen Leuten immer sage, ist, permanent und konsequent lernen, jeden Tag eine Stunde, ist bei mir für Lesen und Weiterbildung fest verplant.

[11:57] Und das schon seit 30 Jahren und deshalb auch zum Beispiel das Studium Direktmarketing 1996, wo ich sage, ich will einfach weiter. Das hat sich aber erst später eben so entwickelt.

[12:12] Du bist unzufrieden mit deinen Marketing-Ergebnissen. Jetzt mal aufgepasst. Ihr kennt mich als euren Podcast-Host und Experten für die deutsche Autobranche. Aber wusstet ihr auch, dass mein eigentliches Business die Tim-Klötzing-Marketing-Beratung ist? Im Grunde mache ich den Job schon seit über 20 Jahren. Ich unterstütze Autohäuser und Dienstleister rund um den Autohandel mit meiner Marketing-Erfahrung in der Autobranche. Was mache ich da genau? Ich berate meine Kunden von der Positionierung, Strategie, Marketingplanung, Agentursteuerung, Lead-Optimierung, Online-Marketing und so weiter und so fort. Kann man sich auch ein bisschen wie einen externen Marketingleiter, externen CMO vorstellen. Das Beste dabei, mein Wissen und Leidenschaft für Automotive-Marketing kann man buchen.

[13:01] Also, wer Bock hat, sein Marketing zu verbessern und mehr Umsatz zu machen und das mit einem Partner, der die Branche genau kennt und sich genauso reinkniet wie du, schau mal auf meiner Website vorbei. Also, ich habe ja gerade schon, wo ich den Werdegang so vorgelesen habe, bei dem Direkt-Marketing-Thema. Ist das was, was dir, also so dieser Marketing-Impact, auch wenn der lange her ist, aber ist das was, was dir immer noch hilft im, ich sag mal, im Tagesgeschäft oder im Verständnis mit Marketing, wie man seine Zielgruppe erreicht? Nein, total. Also, ich hoffe, es klingt alles nicht so floskelhaft, aber es gibt so einen schönen Spruch, der sagt, jeder Tischler glaubt, die ganze Welt ist mit dem Hammer zu bearbeiten.

[13:50] Und so ist es bei mir, dass ich glaube, Direkt-Marketing ist der Kern jeden guten Marketings. Das heißt, die persönliche Ansprache eins zu eins mit den Kunden direkt und intensiv. Und mein Lieblingsspruch dazu ist, ich will aufs Herz zielen, aber das Portemonnaie treffen. Und das bedeutet, ich muss mich total in den Kunden reinversetzen und fühlen, was er fühlt, wenn er meine Nachrichten bekommt. Ja, und das hilft dir natürlich im Gespräch mit Agenturen, mit anderen Leuten, die auch Marketing betreiben. Definitiv. Ich musste gerade bei dem Satz wirklich schmunzeln, weil es ist so treffend. Und Direkt-Marketing. Ich bin seit einigen Wochen bei einem englischen Ansatz hängen geblieben, der übersetzt so viel heißt wie Kundenbeziehungen durch Vertrauen aufbauen.

[14:45] Und das ist ja nichts anderes. Kundenbindungen, Kundenbeziehungen pflegen und sehr persönlich sein. Und das wird die Zukunft sein. Auch wenn alles stärker KI getrieben ist und künstliche Intelligenz hier und da und weiß nicht, was auch immer. Aber im Kern ist es halt die Kundenbeziehung, die wirklich das Relevante ist. Aber nochmal, jetzt müssen wir nochmal, okay, Direkt-Marketing, bla bla bla. Ja, wie hat sich das denn da, also dann bist du da rein und dann hast du gesagt, oh, hier muss man ja gar nicht mehr anmalen. Das ist ja schön hier, Autos, toll. Jetzt mache ich mal einen los hier, ne? Ja, ja. Also und wirklich immer alles hands on. Und tatsächlich war es so, finde ich toll, dass du das sagst.

[15:32] Ich habe immer gesagt, als Maler musste ich körperlich arbeiten und denken. Jetzt brauche ich nur noch denken. Ist eigentlich viel weniger, ja. Aber wir haben damals schon wirklich verrückte Sachen gemacht, haben Leute mittels Serienbrief angeschrieben. 1996, da muss man wissen, meine Abschlussarbeit ging darum, wie sich die E-Mail, die ganz neu war, entwickeln wird und wie darunter der Brief sich entwickeln wird. Und die Prognose war, es gibt keine Briefe mehr. Und heutzutage weiß man, das hat sich verzichtfach, das Aufkommen der Briefe. Also jede Prognose ist irgendwie schwierig zu treffen, vor allem wenn sie in der Zukunft liegt.

[16:18] Absolut, da habe ich auch eine Meinung zu. In den letzten Jahren ist halt vieles digitaler geworden, ganz klar. Ich denke aber, dass das Thema Print, nehmen wir mal Anzeigen ein bisschen raus, aber Print in der Kundenbeziehung, Briefe, Mailings, also wirklich Mailings, auch ein bisschen designte Mailings, eine Kundenzeitung, eine kleine und sowas, echt eine Relevanz haben. Und da suche ich nach Autohäuser da draußen, die da Bock drauf haben, das wieder einzuführen. Das nur am Rande seiner Botschaft. Aber die Kombination dessen ist echt super und ja, absolut. Wie kam es dann dazu, dass du dann auserwählt wurdest und gesagt wurde, hör mal, du bist ja so fleißig und so emsig, leite doch mal, geh mal hier in die Leitungsfunktion.

[17:05] Nach wie vielen Jahren war das denn der Fall überhaupt, also um es ein Gefühl zu geben? Ja, nach drei, vier Jahren ging das los. Ich sag mal so bewusst, ich sag mal, ich war nie Karrierist, sondern das kam von alleine. Das ist so, als wenn du jeden Tag joggen gehst, irgendwann schaffst du auch mal einen Marathon. Ja, also das ist was ganz Natürliches, aber du musst eben die Eigendisziplin besitzen, jeden Tag immer wieder neu dazu zu lernen. Und dann wird es meiner Meinung nach ausgesehen. Wenn es nicht gesehen wird, also muss ich meinem Mitgesellschafter ja ein riesen Kompliment machen, auch dass er auch mir immer die Freiheiten gegeben hat. Und es läuft ja nicht alles klingelig, man macht Fehler, auch mal gravierende Fehler und so.

[17:50] Da haben wir halt immer drüber hinweg geschaut, ja. Würdest du, bei Disziplin, wenn du das so sagst, würdest du sagen, dass Disziplin so eine deiner Stärken ist, deiner Grundwerte ist oder was spielt da noch mit rein? Disziplin und das Heraustreten aus der Komfortzone. Glaube ich wirklich bei ganz vielen Dingen. Wenn Dinge gemacht werden müssen, müssen sie gemacht werden und nicht, naja, es geht auch morgen oder so. Ich erzähle es vielleicht auch zu häufig, aber ich stehe beispielsweise jeden Morgen 5 Uhr auf, setze mich sofort an den PC, arbeite schon anderthalb Stunden, mache dann Yoga und dann beginnt mein Arbeitstag. Weil du hast dann Ruhe, keine WhatsApp, kein Instagram, kein LinkedIn und du kannst ganz konzentriert arbeiten.

[18:42] Das ist, glaube ich, auch die große, wichtige Sache, dass wir dieses konzentrierte Arbeiten wieder lernen und nicht vor lauter Geschrei die wichtigen Dinge nicht hören, ja. Da du viel liest, das erinnert mich an das Buch The Miracle Morning. Kannst du sagen? Ja, so ähnliches. Also ich habe den 5 Uhr Club gelesen. Also vielleicht sind auch die deutsche Übersetzungen davon, aber das ist so ein Standardwerk. Okay, wenn du so auf 30 Jahre Autohandel zurückblickst, das ist ja schon mal ein Brett. Welche war denn so deine größte unternehmerische Herausforderung?

[19:26] Das ist immer so schwer zu sagen, ja. Also ich sage mal, in Brandenburg an der Havel haben wir 1997 unsere erste ganz große Investitionen getätigt. Und als das da im Rohbau stand, haben wir gesagt, was haben wir hier bloß getan? Also unser ganzes Geld investiert alles in diesen Bau und dann steht das riesen Autohaus da. Also sind jetzt mittlerweile über 10.000 Quadratmeter, also Außenfläche natürlich, aber das war etwas, wo ich gesagt habe, das war schon so ein ganz großer Sprung von einem wirklich kleinen Unternehmen auf ein mittleres Gefühltes. Okay, die schönsten Erinnerungen und Erlebnisse in der Zeit, da hast du wahrscheinlich einen Sack voll.

[20:19] Ja, da krebt man natürlich nach, aber man muss immer sagen, also die Hersteller in Centus, die es damals immer noch zuhauf gab, die waren wunderschön. Also man war ein junger Mensch, ja, also ich will nicht mit einer Ostgeschichte anfangen, aber man muss es sagen, ja, man konnte nicht reisen und wenige Jahre danach fliegst du irgendwann mal nach Südafrika und erlebst alles neu. Und es ist so fantastisch, was man da sieht, was man erleben darf, also was es für ein Gottesgeschenk ist, in dieser Zeit leben zu dürfen. Und für mich gebe ich nochmal dazu, zwei Wirtschaftssysteme kennenzulernen zu haben und nicht nur eins und auch zu sagen, es ist nicht immer so, wie man denkt, es kann sich auch etwas verändern, ja, also auch dramatisch ändern.

[21:08] Wie alt warst du bei der Wende und wo dann die Erlebnisse so eingesetzt haben, dass du dann wirklich reisen durftest und sowas erleben durftest, wie alt warst du da? Exakt 20, ja. Und das ist natürlich genau dann, wenn es losgeht und ich muss immer sagen, ich bin also begeisterter Motorradfahrer, zu DDR-Zeiten bin ich durch alle Länder, die bereisbar waren, mit Motorrad gereist und habe sogar gefragt, ob ich in die Dame in die Sowjetunion fahren darf. Das ging aber nicht und dann kommt die Wende und auf einmal hast du ein Westmotorrad und ich war fünf Wochen durch Libyen, bin ich gefahren durch Marokko, natürlich Skandinavien, Frankreich und Spanien, Portugal, alles. Das war meine Zeit und hat gerockt einfach, ja. Das hat gerockt auf jeden Fall, das glaube ich dir.

[21:55] Hast du da spontan ein Highlight, eine Anekdote? Oh ja, also Libyen ist natürlich das wahnsinnigste Ding überhaupt und wir waren damals mit einem Chrysler Jeep unterwegs an der Grenze und haben in einem Reiseflieger gelegen, dass irgendwie Libyen und USA sich so gar nicht gut verstehen. Das war also ganz sacht ausgedrückt und dass auf keinen Fall amerikanische Autos eingeführt werden dürfen. Und ich hatte von meinem Motorrad noch ganz viele Yamaha-Aufkleber und habe an jeder Stelle, wo Chrysler stand, Yamaha raufgeklebt und dann stand in den Zollpapieren aber, dass wir eine Yamaha eingeführt haben. Und dann hatten wir den ganzen Urlaubangst, was passiert, wenn wir wieder raus wollen mit einem Chrysler und jemand macht meinen Aufkleber ab.

[22:43] Also, ja. Dann kannst du nur rennen gehen, ne? Ja, genau. Okay. Also die Frage ist fast überflüssig. Ich habe die aber trotzdem aufgeschrieben, die ich dir stellen will. Aber dennoch ist die wichtig. Ist dir in den 30 Jahren Autohandel nie langweilig geworden? Also hundertprozentig nicht mehr. Also auch jetzt muss ich sagen, ich finde auch mit diesen ganzen neuen Dingen, Verwerfungen muss man sagen, ja. Ich sage immer so, es ist eine spannende Zeit. Ich würde auch gerne mal ein Liebesroman lesen, aber bis jetzt bin ich noch nicht dazu gekommen, sozusagen, ja. Es war immer spannend.

[23:29] Es ist natürlich die Geschwindigkeit, man hat ja das Gefühl, man ist in der Zentrifuge, die dreht immer schneller. Aber ansonsten war es immer spannend. Ja, die, ich sage mal, großen Einflüsse, ich will jetzt nicht eigentlich Krisen und wie auch immer, die werden ja immer schneller und immer intensiver, aber das ist einfach auch das Neue, das New Normal, das Neue Normal. Damit gilt es so, sich abzufinden und sich zu arrangieren. Ich merke aber schon, das merke ich bei dir übrigens gar nicht, dass viele so ein bisschen, das ist jetzt eine Verallgemeinerung, das stimmt ja meistens sowieso nicht oder stimmt nie, ein bisschen müde werden und echt kämpfen, um, ich sage mal, Anschluss zu halten oder, boah, will ich das wirklich jetzt noch machen, übergebe ich den Staffelstab und so.

[24:21] Da sehe ich dich jetzt aktuell noch nicht. Nee, ist auch tatsächlich so. Ich habe auch immer das Gefühl, beziehungsweise alles, was du mich fragst, und da halte ich mich auch mit den Kollegen, glaube, wenn man jeden Tag auch an den Themen dran bleibt, nicht stundenlang, sondern immer ein Stück, also auch die Digitalisierung selber miterlebt, selber vorantreibt, auch Spaß und Freude daran hat, dann bleibt man auch dabei. Also wie jemand, der 30 Jahre lang jeden Tag eine halbe Stunde joggt, der ist im Alter halt einfach agiler, dynamischer, die Bewegungen sind besser, man sieht ihnen das Alter manchmal auch nicht an. So, finde ich, ist das bei der Digitalisierung auch. Gibt es da irgendwas, was dich in all den Jahren so angetrieben hat, weiterzumachen?

[25:14] Ist das eine Neugier oder, also was ist es? Ja, also wirklich, dieses Neugierig, Neugierig darauf zu sein, das ist das, was mich anregt. Es ist wirklich so, wenn ich was Tolles lese, wenn ich was Tolles höre, dann spüre ich ein Kribbeln auf dem Rücken und sage, das können wir jetzt machen. Früher ist man dann in Aktionismus verfallen und hat gesagt, machen wir jetzt. Heute ist es etwas Schönes, darauf zu warten und zu sagen, ich lasse das mal in mir aufsteigen. Und wenn ich es aber richtig gut finde, dann mit aller Kraft das neue Thema angehen. Ja, das finde ich gut. Das sagt mich auch noch. So, kommen wir mal so ein bisschen zum Business. Wie beurteilst du die Entwicklung im Autohandel, machen wir es mal konkret so, in diesem laufenden Jahr bis jetzt?

[26:08] Zum Anfang des Jahres, finde ich, hatten wir alle Riesenängste, dass natürlich, wenn die Hersteller wieder in die Produktion kommen, die Neuwagen, den Handelsfloten, die Gebrauchtwagenpreise sinken und so weiter. Das ist zum Teil auch eingetreten, finde ich, aber nicht so stark, wie ich es befürchtet habe. Und ich finde, die Nachfrage ist immer noch sehr, sehr gut. Also gerade auch bei Gebrauchtwagen höre ich auch von anderen. Ich muss sagen, ich bin absolut nicht unzufrieden. Ich habe auch das Gefühl, umsatzseitig könnte es wieder das stärkste Jahr für uns werden. Also insofern bin ich schon zufrieden. Man weiß natürlich nicht, was kommt, aber wenn jetzt keine massiven Krisen einsetzen, kann es sogar ein gutes Jahr werden.

[26:58] Würdest du differenzieren Verbrenner, Elektroautos? Ja, auf jeden Fall. Also ich finde, da sind viele Dinge dran schuld, dass das E-Auto sich nicht durchsetzt. Irgendwie wird der Ruf ja da massiv angegangen. Also bei Verbrennern läuft alles nach wie vor super und du kriegst ja noch ganz mega Rabatte mittlerweile. Aber bei Elektroautos sind wir natürlich auch weit hinter den Zielen. Und ich muss auch sagen, ich habe ja vom Motorrad erzählt. Ich bin auch ein bisschen elektrofreak. Ich habe das erste wettbewerbsmäßig erfolgreiche Motocross-Motorrad auf dem Markt für mich selbst.

[27:46] Also ich stehe zu dem und ich finde es auch gut, aber es ist schwierig. Okay. Wenn wir jetzt genau, jetzt switchen wir ins Fernlicht in den nächsten Part quasi. Und wenn wir da jetzt genauso konkret über dieses Jahr gesprochen haben, machen wir da genau weiter. Was erwartest du denn für den Handel, ich sage mal, in den kommenden Monaten, im nächsten Jahr?

[28:15] Also vielleicht gebe ich dir noch ein paar Stichworte, sonst wird es zu allgemein. Oder nee, mach erst mal. Ich lasse dich erst mal laufen. Also persönlich glaube ich natürlich, dass die Hersteller wieder die Bänder hochfahren, die Fabriken müssen ausgelastet werden. Also da kommen schon Fahrzeuge auf den Markt und wenn sich das mit dem Elektro so weiterentwickelt, dann drückt das natürlich auf alles. Also wir werden Abnahmeziele kriegen, aber es wird auch Rabatte geben. Aber wie in jeder Krise steckt ja da auch eine Chance, muss ich sagen. Mein Gefühl ist, dass sich das weiter normalisieren wird, wie auf Vor-Corona-Niveau. Wenn die Zinsen vielleicht jetzt endlich mal wieder sinken, kann das auch nochmal einen kleinen Schub geben.

[29:03] Ich sage mal so, ich bin zuversichtlich. Ich weiß natürlich, dass Hersteller und andere Marktteilnehmer immer mehr versuchen, vom Kuchen etwas abzubekommen. Auch das ist normal, würde jeder von uns vielleicht ja auch machen. Aber da müssen wir durch, da müssen wir unsere Mittel und Wege finden. Und da ist auch wieder das Direktmarketing eine tolle Möglichkeit. Okay, jetzt hast du andere Marktteilnehmer gesagt. Machen wir es mal konkreter. Nehmen wir mal asiatische oder chinesische Marken. Bei euch im Portfolio sehe ich keine. Wie stehst du denn dem, ich sage mal generell, gegenüber und auch jetzt für euch als mögliche Erweiterung? Weil in eurem Setup sind ja viele, die die eine oder andere Marke dazunehmen inzwischen.

[29:49] Ja, es ist immer wieder eine Abwägung, muss ich sagen. Ja, also du musst aufpassen, finde ich, wenn du eine Marke dazu nimmst, dass sie zu dir passt, dass du sie mit Herzen trägst, dass deine Mitarbeiter sie mit Herzen tragen. Aber wie viel Aufwand betreibe ich, um eine chinesische Marke nachher mit ein oder zwei Prozent Marktanteil an den Start zu bringen? Und wie viel Kraft lege ich rein, um vielleicht in den Marken, die ich habe, ein oder zwei Prozent besser zu sein und alles noch besser auszurichten? Und das ist immer so eine Abwägung, ja, also es ist nie ausgeschlossen, aber wir haben für uns gesagt, wir sind maximal Fast Follower, wie das immer so schön heißt. Wir schauen uns das erstmal ganz in Ruhe an und entscheiden dann, ja.

[30:39] Was denkst du spontan, pauschal über das Stichwort Agenturvertrieb, Agenturmodell? Ich glaube, wie viele hat man da schon auch Angst vor, ja, weil es hat noch niemand richtig durchgerechnet. Stimmt natürlich nicht, da wird hoch und runter gerechnet, es wird nur nicht gesagt, was kommt da für uns raus. Aber auch die Hersteller tragen damit ja riesen Risiken, muss man sagen, ja. Also, das sind ihre Fahrzeuge, wir haben das Risiko nicht mehr für uns, wir verlieren damit ein Verkaufsargument, den Preis. Aber wenn wir damit wieder richtig umgehen mit den Mitarbeitern, mit unserem Markt, kann das riesen Chancen bedeuten, wo man vielleicht sogar manchmal besser schlafen kann.

[31:26] Also, ich bin da wirklich voll unentschieden, wird das jetzt richtig gut oder richtig furchtbar, ja. Okay, und spürst du eine Veränderung seitens der Kunden im Kontext Auto-Besitzen oder Auto auf Zeit, Stichwort Auto-Abo?

[31:49] Also, alle unsere Betriebe sind relativ ländlicher Gegend und da ist es nicht so stark wie woanders, aber ich habe mal auf Autos mal gesehen den Namen Finn und denke immer, Mensch, wie viele Fins gibt es denn hier? Auch in Sachsen-Anhalt oder in der Altmark. Und dann merke ich auch immer, ach nee, das ist ja ein Auto-Abo-Anbieter. Ja, also man sieht sie schon immer wieder und es ist wieder ein Teil in der Großstadt viel stärker als bei uns. Aber auch da sind wir mit dabei und versuchen da auch unsere Erfahrungen zu sammeln. Okay. Alright. Ja, danke schön bis hierher. Wir kommen jetzt schon zu den Abschlussfragen, weil da habe ich mir mal wieder welche rausgekramt, die schon länger nicht gefallen sind.

[32:40] Ganz illustrer, ich habe nämlich einer wieder aus dem Schrank gezogen, die habe ich, glaube ich, bestimmt drei Jahre oder so nicht gefragt und dachte, so wo ich die recherchiert habe in meinen alten Unterlagen, ach, die ist aber aktuell. Wie lange werden Verbrenner deiner Meinung nach noch gebaut und spielen eine wesentliche Rolle im Straßenverkehr in Deutschland?

[33:05] Ich sage es mal ein bisschen lustig, ich bin großer Fan des glorreichen Hamburger Sportvereins. Und als die mal kurz vor dem Abstieg standen… Warte, ganz schnell, Grüße an Oli Bohn an der Stelle. Und als die mal vor dem Abstieg standen, hat jemand gesagt, Hamburg wird immer Fußball gespielt. Ja, aber in welcher Liga? Und so ist es, finde ich, beim Verbrenner auch. Der Verbrenner, der wird meiner Meinung nach noch ewig gebaut werden und in Regionen unserer Welt, da wird der einfach gebraucht werden, weil es nicht anders geht und so. Aber auf welchem Niveau, müsste man sagen, wird das noch relevant und für uns relevant in Europa?

[33:51] Und man hat ja jetzt tatsächlich 2035, was man so hört und davon soll nicht abgegangen werden, ob die Regierungen das so einhalten können, wage ich zu bezweifeln.

[34:05] Aber das wird schon so eine Richtung sein, wo man sagt, dann wird er dann, wenn er nicht schon unrelevant ist, langsam unrelevant werden. Aber so, das ist mein Gefühl, ja. Ja.

[34:22] Was ist so deiner persönlichen Meinung nach aktuell die innovativste Entwicklung im Autohandel? Autohandel, also ich dachte jetzt eher Auto, aber Autohandel ist, finde ich, schon alles KI und Fahrzeuge. Also alles, was in den Fahrzeugen passiert, was ich da machen kann, aber auch die Beratung, wer das mal selber ausprobiert hat, es ist der pure Wahnsinn. Also du kannst NFZ-Daten, WLTP-Daten, du kannst Anhänge, Lasten, alles mit einer Frage relativ richtig als Endverbraucher rauskriegen. Das wird auch uns, wie jede andere Branche, aber vor allem den Handel auch nochmal ganz neu vor Herausforderungen stellen und auch umwürfeln.

[35:12] Ganz einfach, ja. Okay. Nicht umwerfen, umwürfeln meine ich, es wird schon von links nach rechts gehen, aber wir haben trotzdem die Möglichkeit, vielleicht sogar die Besten zu sein, weil wir vielleicht schneller sind. Mhm, okay. Dann der Klassiker, den alle kennen und den auch alle immer wollen, höre ich. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Also morgens aufstehen über deine Smartwatch, was auch immer, sagst du, ich brauche jetzt ein Auto, dann steht er da, du steigst ein und sagst, fahre mich zur Arbeit und du machst ein Buch auf, liest und steigst wieder aus. Ich sage es auch wieder, in der Fachhochschule Brandenburg muss ich mal einen Vortrag darüber halten, das war 2006 und da habe ich gesagt, 2016 werden wir das erste Mal in einem vollautonom fahrenden Auto Stufe 5 sitzen.

[36:02] Ich finde so eine Zahl 2030 hört man immer wieder, ich habe aber das Gefühl, 2028 kann durchaus möglich sein, weil man sagt ja immer die Regulatorik, aber auch die ändert sich mittlerweile und jetzt könnte man sagen, jawohl, aber wo? Also auf Autobahn, ich glaube, das kann durchaus funktionieren. Also ich sage mal 2028 sitze ich da und arbeite schön in meinem WLAN ausgestatteten Fahrzeug und ja, oder fahre im Winter wohl. Okay, danke schön. Also wirklich danke schön, das war ein Gespräch, wie ich es erwartet habe, weil ich kenne dich ja mal auch als wirklich geselligen, sehr offenen, lustigen, unterhaltsamen Typen und so war auch der Talk und wir, das ist, die Zeit ist wie im Flug vergangen.

[37:02] Danke, dass du dir Zeit genommen hast erstmal, ne? Ja, also für mich ist das immer aufregend, ich werde dir gleich meinen Kindern schreiben, ich war beim Podcast, Kinder, guckt mal, der Vati, was der so macht, ja. Also danke für die tolle Möglichkeit, Tim und ich freue mich auch immer, dich zu sehen. Immer gerne. Und ja, so eine Möglichkeit zu haben, ist auch ein Geschenk, danke. Ja, sehr gerne und ich komme am Mittwoch irgendwann mal bei dir vorbei und ich hoffe, wir sehen uns dann mal wieder auf dem einen oder anderen Event und quatschen und lachen in persönlichem Austausch wieder. Ja. Ja, dann sind wir durch für heute, lieber Frank. Ja, lieber Tim. Und dann sage ich mal, danke und immer schön neugierig bleiben, ja. Absolut, immer neugierig bleiben und ja, danke nach da draußen, wo auch immer ihr uns hört.

[37:50] Schön, dass ihr dabei wart und wir hören uns bald wieder. Macht's gut, ciao. Ciao, ciao, ciao.
