# Julian Wolter von FAAREN

URL: https://www.tim-kloetzing.de/podcast/benzingespraeche/109-julian-wolter-von-faaren/
Reihe: Benzingespräche
Folge: 109
Datum: 20.11.2023
Dauer: 34 Min
Gäste: Julian Wolter

## Kernaussagen

- Fahren ermöglicht Unternehmen, Auto-Abo-Anbieter zu werden.
- Das Unternehmen bietet umfassende IT- und Prozessdienstleistungen.
- Julian Wolter ist ein erfahrener Branchenexperte.
- Der Auto-Abo-Markt hat großes Wachstumspotenzial.
- Fahren fokussiert sich auf Kundenorientierung und Digitalisierung.
- Die Flexibilität des Auto-Abos entspricht modernen Konsumentenbedürfnissen.
- Fahren ist ein Vorreiter im Bereich der Mobilitätsdienstleistungen.

## Worum es geht

Unternehmensspecial mit FAAREN.com Auto-Abo im Autohandel? Ja, gibt es. Dennoch steckt das Thema noch in den Kinderschuhen, weil es noch viele Unklarheiten gibt. So zum Beispiel: FAAREN ist ein Auto-Abo-Anbieter. Eben nicht! Ok, was ist FAAREN dann? Im Gespräch mit Julian Wolter, Chief Sales Office von FAAREN, sprechen wir über die Geschäftsidee und zu lösende Probleme: Wie schafft man einen einfachen Weg, neue Kundengruppen zu erreichen? Wie erschliesst man dem Autohandel eine neue Säule in der Wertschöpfungskette eines Fahrzeugs? Wie befähigt man den Autohandel, ein Auto-Abo anzubieten und diese Lösung komplett digital und maximal einfach zu integrieren? Drei hochkomplexe Fragestellungen, die FAAREN gelöst hat und Autohäusern jeder Größe anbietet. Julian erklärt all dies und gibt Einblicke in gewonnene Erfahrungen. Natürlich sprechen wir auch über die Entstehung und das 5-jährige Jubiläum von FAAREN und auch über Julian´s Werdegang in der Automobilbranche. Spannend! Links: [www.faaren.com](https://www.faaren.com) Julian Wolter auf LinkedIn: [www.linkedin.com/in/julianwolter/](https://www.linkedin.com/in/julianwolter/)

## Zusammenfassung

In der neuesten Episode von Benzingespräche spricht Tim Klötzing mit Julian Wolter, dem Chief Sales Officer von Fahren, über die Entwicklung und die Zukunft des Auto-Abos in der deutschen Automobilbranche. Fahren hat sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen zu Auto-Abo-Anbietern zu machen und damit den Mobilitätsmarkt nachhaltig zu verändern.

### Die Entstehungsgeschichte von Fahren

Fahren wurde vor über sechs Jahren von Daniel Garnitz gegründet, inspiriert durch die Entwicklungen in den USA und das Konzept von fair.com. Gemeinsam mit seinen Kommilitonen und Freunden startete er das Unternehmen mit dem Ziel, das Auto-Abo in Deutschland zu etablieren. Heute ist Fahren ein wichtiger Akteur im Bereich der Mobilitätsdienstleistungen.

### Das Geschäftsmodell von Fahren

Fahren selbst ist kein direkter Auto-Abo-Anbieter, sondern ermöglicht es anderen Unternehmen, in diesen Markt einzusteigen. Durch die Bereitstellung einer umfassenden IT-Architektur und Prozessdienstleistungen unterstützt Fahren Autohäuser, Autovermietungen, Hersteller und andere Akteure dabei, eigene Auto-Abo-Modelle anzubieten. Dies umfasst unter anderem Bonitätsprüfungen, Abrechnungen und die technische Infrastruktur.

### Julian Wolters Weg zu Fahren

Julian Wolter, ein leidenschaftlicher Automobilfan, kam vor dreieinhalb Jahren zu Fahren. Mit einem Hintergrund in BWL und umfangreicher Erfahrung in der Automobilbranche, war er beeindruckt von der kundenorientierten und digitalen Herangehensweise von Fahren. Seine Begeisterung für das Konzept des „Nutzen statt Besitzen“ spiegelt sich in seiner Arbeit wider.

### Die Zukunft des Auto-Abos

Der Markt für Auto-Abos hat sich in den letzten Jahren stark verändert und weiterentwickelt. Julian Wolter sieht großes Potenzial in diesem Bereich, insbesondere durch die Flexibilität und den kundenorientierten Ansatz, den Fahren bietet. Die Möglichkeit, Fahrzeuge flexibel zu nutzen, ohne sie besitzen zu müssen, entspricht den Bedürfnissen vieler moderner Konsumenten.

### Fazit

Fahren hat sich als innovativer Dienstleister im Bereich der Auto-Abos etabliert und bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich in diesem wachsenden Markt zu positionieren. Mit einem klaren Fokus auf Digitalisierung und Kundenorientierung ist Fahren bestens aufgestellt, um die Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft zu bedienen.

## Links aus der Folge

- [www.faaren.com](http://www.faaren.com)
- [www.linkedin.com/in/julianwolter](http://www.linkedin.com/in/julianwolter/)

## Gespräch als Text

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[00:00] Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Herzlich willkommen zurück in meinem Podcast Benzingespräche und heute mit einem Unternehmens-Special und zwar mit Fahren. Ja, was macht Fahren? Welche Idee hat Fahren und wer steckt so dahinter? Dazu begrüße ich heute Julian Wolter, Chief Sales Officer von Fahren. Hallo Julian.

[01:07] Hi Tim. Ja Mensch, wir beide in einer ruhigen Umgebung. Ist das nicht mal was Neues? Das ist selten passiert bisher. Ich freue mich, dich so zu sehen. Also mir fällt dabei spontan ein englischer Satz, I can't get a hold on you ein, weil wenn wir uns sehen, ist es häufig Kongresse, irgendwelche Events oder so und das ist ja echt auch so, du bist ja auch der Netzwerker vor dem Herrn. Ich glaube, du kennst ja kaum jemanden nicht. Wenn du das so wahrnimmst. Ja, es ist ja wirklich immer ein großer, großer Zirkus und wirklich ein Wanderzirkus und wir sehen uns in so vielen Städten zu so vielen Anlässen. Am Ende des Tages muss ich immer sagen, macht es das aber auch wirklich aus. Also ich mag es einfach sehr und bin da wirklich in der Branche auch wirklich gefühlt zu Hause.

[01:52] Absolut. Wir freuen uns, glaube ich, beide jedes Mal, wenn wir uns sehen und haben eigentlich immer eine sehr, sehr gute Zeit zusammen. Aber wie du sagst, wir sind selten in Ruhe. Ganz genau. Heute in Ruhe, da geht es aber nicht um uns persönlich, um uns beide, sondern es geht um euer Unternehmen. Und ja, fünfjähriges Jubiläum in diesem Jahr. Respekt, Lob, Anerkennung und Gratulation. Danke, danke. Ja, es ist mit Sicherheit eine sehr, sehr spannende Zeit. Ja, am Ende des Tages ist es ganz interessant. Ich bin jetzt gerade aus Lissabon zurückgekommen. Ich war auf einem Web-Summit-Kongress und der Titel Start-up, der war uns da nicht mehr zugedacht. Du sprichst da von Grow ab fünf Jahren. Fand ich ganz interessant. Musstest du da jetzt in die Nebenhalle, ja? In die Erwachsenen-Halle?

[02:39] Ja, ja, genau. Du hast dann zu gewissen Bereichen, wirklich dann zu einem klassischen Start-up-Bereich hast du dann keinen Zugang mehr. Dafür gibt es eine Grow-Area.

[02:50] Fünf Jahre fahren. Kannst du mal an der Stelle schon mal ein bisschen vorgreifen und sagen, wie ist es denn zu fahren gekommen vor fünf Jahren? Also war das so, da ist jemand aufgewacht, Finger in die Luft, oh, ich mache jetzt fahren. Das ist der Daniel Garnitz. Daniel hat das Unternehmen vor, ja, mittlerweile mehr als sechs Jahren aus der Idee heraus gegründet mit dem Blick in die USA. Damals gab es die Bewegung von Fair.com, eigentlich so dem ersten Subscription-Anbieter weltweit. Und ja, hat quasi aus dem E-Commerce-Studium heraus gemeinsam quasi mit Kommilitonen und Freunden das Unternehmen gegründet. Dann halt eben wirklich ja quasi, es gibt ja immer so eine Pre-Phase und dann gründest du ja wirklich das Unternehmen aus. Und ja, Daniel, Maxi, Fabian und Konstantin sind heute ja letztlich die Menschen hinter dem Unternehmen mit mir gemeinsam, die letztlich ja jeden Tag daran arbeiten, ja, dieses ganze Thema Auto-Abo ein Stück weit besser zu machen. Und ja, ist eine ganz, ganz, ganz interessante Sicht eigentlich, weil der Markt sich zwölfmal verändert hat seitdem. Und der Ursprungsgedanke, den auch Fair.com hatte und das Unternehmen gibt es heute in den USA so nicht mehr, ist vielleicht in den Grundzügen noch da. Aber ja, wir haben ganz, ganz viel Erkenntnis und ganz, ganz viel Veränderung. Und das ist schon entspannt.

[04:12] Bevor wir jetzt da den Deep Dive sozusagen bei Fahren machen und das Geschäftsmodell und was ihr da so tut im Auto-Abo-Bereich, erstmal so ein bisschen, lass uns noch ein bisschen über dich sprechen, weil mir ist immer wichtig, jetzt bist du heute hier im Podcast und nicht die Firma Fahren, die wird zwar vorgestellt, aber du bist als Person hier. Was ist denn, oder wie ist dein Werdegang? Was waren denn so deine beruflichen Stationen vor Fahren? Vorfahren, oh Gott. Ein Grund. Schönes Wortspiel. Vorfahren.

[04:41] Im Grunde genommen bin ich ein unglaublich automobilhaftes Kind, seit Kindesbein an. Also wirklich mein erstes Wort. Und meine ersten Aktivitäten hatten schon immer mit Autos zu tun. Der Blick quasi auf die Tacho-Skada, den habe ich als kleines Kind schon immer gemacht und war total erfreut und auf dem Tacho 260 stand. Ich bin wirklich als kleines Kind schon mit dem Fahrrad zum riesigen Mercedes-Händler gefahren, der um die Ecke war. Ich bin in Norddeutschland groß geworden, ein Oldenburger Kind und war beim damaligen Mercedes-Auto aus Rosier. Ja, bestimmt einmal die Woche mit dem Krawand kannte die Verkäufer, habe Benzingespräche eigentlich geführt. Und das zieht sich halt wirklich wie ein roter Faden durch mein Leben. Also ich bin auch privat wegen, da treffen wir uns ja auch sehr Motorsport-Aschen.

[05:28] Das heißt, ja, ich ertappe mich immer wieder, dass ich nach einer intensiven Woche am Wochenende zu Hause ankomme, eigentlich sich die ganze Woche rund um Autos gedreht hat. Und ich freue mich, wenn ich die neue Ausgabe der Sport-Auto dann in der Hand habe und das erste muss ich dann quasi in meinem Leitzeit-Rest dann, wir haben ja einen verleibe. Also von daher, ja, das Auto ist, glaube ich, der Schlüssel und Mittelpunkt. Und wie das halt so ist, ich habe irgendwann BWL studiert, habe schon durch die gesamte Zeit meines Studiums immer für Autohersteller gearbeitet, habe zu verschiedenen Projekten auch immer selbstständig gemacht, habe dann zum Beispiel auch die Einführung von der BMW, GmbH begleitet, habe für Volkswagen, für Chevrolet, für General Motors, für verschiedene Hersteller, auf verschiedenen Messen, auch international gearbeitet.

[06:14] Und mir war immer klar, ich muss da irgendwas machen, aber so richtig der Weg Auto-Haus war dann vielleicht für den ersten Moment etwas zu klein, ich wollte noch ein bisschen raus in die Welt, aber auf der anderen Seite konnte ich mir Konzern irgendwann nicht vorstellen. Und ja, bin über ein paar gebliche Fügungen und auch damals schon eigentlich über mein persönliches Netzwerk zu einer Einkaufsgesellschaft gekommen, habe da ein Management-Training-Programm gemacht, das ganze Thema Einkauf von Fahrzeugen, Beschäftigung von Fahrzeugen, als Vermietprodukt und halt eben den Verkauf von Fahrzeugen dann quasi in die DNA übergehen lassen. Und das ist eigentlich wirklich der Weg dann am Ende des Tages auch wirklich konkret zu dem, was wir heute machen. Es ist Nutzen statt Besitzen und ich bin riesen Fan davon, dass man das Ganze halt eben betriebswirtschaftlich ein Stück weit versteht und verkörpert.

[07:02] Und ja, das ist eigentlich der gerade Weg raus aus dem Studium, rein in die Arbeitswelt. Und vielleicht haben wir es am Anfang auch noch Langzeitmiete genannt und dann hatte ich den Langzeitmietstempel auf der Stirn, heute wohin so das Ganze etwas anders. Aber da komme ich her, das ist mein Rundrüstzeug und ja, meine Heimat. Okay. Wie lange bist du schon bei Fahren? Auch schon länger. Also so lange, wie wir uns kennen, kenne ich dich bei Fahren. Eineinhalb Jahre ist gut, ja. Eineinhalb. Ja, genau. Auch in einer guten Phase dazu. Ja, absolut. Wir waren sechs, sieben Leute damals, also inklusive der Gründer. Und wirklich auch noch ganz, ganz früh. Es war wirklich ein Beratungsmandat, was mich da hingetragen hat. Ich hatte den Daniel schon weit vorher kennengelernt, eigentlich in dem Monat der Gründung von Fahren, war immer im Austausch.

[07:50] Eher aber in eine Kooperation einzugehen oder da halt miteinander zu arbeiten, daraus ist dann irgendwann der Weg zu einem Beratungsmandat gekommen. Ich habe in der Zeit das Unternehmen sehr, sehr gut kennengelernt und war eigentlich total beeindruckt mit meiner Autobrille, wie Fahren an das Thema herangegangen ist. Also man hat grundlegend immer den Kunden zentriert und hat nicht von vornherein überlegt, wie das sein müsste, weil man es ja in der Autobranche schon immer ganz genau so macht, sondern vielmehr der Blick vom Kunden hin zum Produkt. Ja, für mich war es beeindruckend, wie digital das Unternehmen hat eben auch aufgestellt war mit neuen Tools, die ich in meiner Arbeitswelt zuvor so auch nicht zur Verfügung hatte. Und der Drive hat gepasst und ich weiß noch, dem einen oder anderen habe ich erzählt, ich gehe jetzt in ein Startup.

[08:38] Nach einigen guten Jahren, vielleicht auch dem einen oder anderen guten Titel, war das für den einen oder anderen nicht ganz so nachvollziehbar, wie man sich für ein Abenteuer stecken kann. Und das war es auch in der Tat. Also wirklich, du hast ja für nichts einen Unterbau, du hast ja für nichts. Also wenn man Strukturen im Unternehmen gewohnt ist, dann ist das schon ganz ganz besonders, wenn du halt bei Null wieder quasi beginnst und die Frage stellst, wer macht denn das bei uns? Ja, im Zweifelsfall machst du das dann selbst. Und ja, die Reise ist super, super spannend seitdem. Fühlt sich allerdings auch überhaupt nicht an, die dreieinhalb Jahre, also ich würde auch blind 15 Jahre unterscheiden, weil es ist eigentlich irgendwie intensiver. So wie mit Hundejahren. Aber ihr habt euch, so empfinde ich das, also wenn ich euch so irgendwo zusammen auch sehe, ihr funktioniert ja auch super menschlich zusammen.

[09:29] Das ist, also das ist, finde ich, immer bemerkenswert, wenn ihr irgendwo auftretet. Toll, dass du das so wahrnimmst. Es ist in der Tat auch so, wir leben hier auch alle sehr, sehr nah beieinander. Also ich bin für den Job letztlich dann auch nach Würzburg gezogen und wir, also Würzburg ist grundlegend eine sehr, sehr lebenswerte Stadt. Aber du hast halt so drumherum, ja eigentlich auch sehr, sehr viel freundschaftliche Connection im Hintergrund. Also wir machen viel zusammen, wir leben, glaube ich, alle dieses Unternehmen. Das ist halt eben dann doch etwas, was wir, was uns allen sehr, sehr am Herzen liegt. Und das teilen wir halt eben privat, wie beruflich. Und ja, in so einem kleinen Unternehmen oder eben in so einer starken Wachstumsphase hast du auch nicht unbedingt das klassische Wochenende und lässt am Freitag um 16 Uhr den Hammer fahren, sondern es begleitet dich halt eigentlich sieben Tagen die Woche und auch, ja, über weite Teile des Jahres hinweg ist das halt einfach etwas, was du dann halt nicht auch verkörpert hast.

[10:26] Na, schön. Ja, okay, let's talk fahren. Was ist denn, ich frage immer so ganz forsch, was ist denn euer Elevator-Pitch? Bring mal auf den Punkt, was Fahren tut. Wir machen Unternehmen zu Auto-Abo-Anbietern. Und in jedem Elevator-Pitch ist für mich immer ganz, ganz wichtig und ganz, ganz stark unterstrichen, wir selbst sind kein Auto-Abo-Anbieter. Das ist immer das so, mit wir verglichen werden, wo man uns quasi in den Topf wirft und sagt, die Auto-Abo-Anbieter, das sind die, das sind wir eben nicht. Wir bringen Unternehmen dazu, in allererster Linie Autohandelsbetriebe, Autovermietgesellschaften, aber auch eben Autohersteller, Banken, Versicherer. Wir bringen diese Unternehmen letztlich in die Situation, selbst Abo-Anbieter zu werden.

[11:14] Das heißt, das gesamte Thema der IT-Architektur, sprich die Software, die wir zur Verfügung stellen, in Kombination mit Prozessdienstleistungen. Und das sind in der Tat all die Themen und Dinge, um die wir uns da kümmern, die für das Autohaus, wenn wir jetzt mal konkret über das Autohaus sprechen, halt eben nicht vorgehalten werden oder eben auch auswendig vorzuhalten wären. Das heißt, das ganze Thema Bonitätsprüfungsprozess, Abrechnung, wirklich das Geld beim Kunden einzuziehen und dann halt eben zu transferieren. Das ganze Thema Website-Prozesse, Schnittstellen, alles, was dazu gehört, das kommt aus unserem Hause, ist aber immer ein White-Label-Produkt. Das heißt, wir haben mit dem Wort Fahren eigentlich immer das Ziel, dass dieser Name gar nicht auftauchen muss, sondern wir wollen immer bewusst in der zweiten oder dritten Reihe stehen und einem Unternehmen die Möglichkeit geben, mit dem eigenen Namen voranzustehen.

[12:06] Und gerade, ich finde, dass das Autohaus plastisch immer gut greifbar, das Autohaus ist regional so wahnsinnig stark und hat regional halt eben eigentlich in der Regel auch immer einen familiären Namen, der für eine Automarke steht und nicht anders sind. Und wenn wir über das Autohaus Müller sprechen, dann sind wir derjenige, der in der zweiten Reihe letztlich das Autohaus Müller zu einem Müller-Auto-Abo besiegt und Müller selbst Kunden quasi halt selbst das Abo auf eigene Rechnung anbietet und am Ende des Tages eben zum ersten Mal auch E-Commerce-Anbieter in dem Falle dann ist. Okay. Ich lasse dir den langen Elevator-Pitch in Anführungsstrichen durchgehen, weil der war ja kurz und prägnant.

[12:51] Du hast so ein bisschen meine nächste Frage auch so ein bisschen vorgegriffen. Welches Problem löst ihr im Autohandel? Da war ja schon so ganz viel bei. Willst du da noch was hinzufügen? Welches Problem löst ihr? Also grundlegend gibt es eine Veränderung. Also es ist gar nicht das Problem, das wir lösen, sondern wir sprechen eine Kundenzielgruppe an, die heute aus verschiedenen Beweggründen digital konsumiert. Und das ist heute dem Autohaus beziehungsweise unserer Branche halt eben ja noch nicht ein Usus-Thema und das ist nichts, was tagtäglich praktiziert wird, sondern am Ende des Tages ist ein Leasing-Vertrag etwas sehr physisches, was ausgedruckt wird und unterschrieben wird. Eine Finanzierung funktioniert sehr, sehr stationär am Point of Sale. Klar gibt es hier das eine oder andere digitale Produkt, aber grundlegend ist der Kauf eines Autos sehr, sehr, sehr physisch.

[13:42] Und wir sprechen eine Zielgruppe an, die letztlich, und das sind wir alle, wir hören jetzt gerade einen Podcast über einen Streaming-Dienst. Wir sind es gewohnt, über Booking.com unser Hotel zu buchen. Es gibt so viele Beispiele, wie wir heute digital shoppen. Jeder von uns ist es selbstverständlich gewohnt, seine Daten einzugeben, anschließend seine Kreditkartendaten zu bestätigen und auf drei AGBs zu akzeptieren und dann auf Sub-Indich-Buchen zu klicken. Und genau diesen Prozess, den bringen wir halt eben letztlich zum Kunden, beziehungsweise den Kunden zum Autohaus. Und dementsprechend sind wir in allererster Linie jemand, der eine neue Zielgruppe anspricht. Und die ist wirklich stark steigend und wirklich nicht zu vernachlässigen.

[14:27] Ich habe da, finde ich, mal ein gutes, greifbares Beispiel, das Thema Reisebüro im Kopf. Also wenn ich sehe, wie man heute eine Reise bucht, wie auch wirklich hochwertige Flüge selbstverständlich in der Lufthansa-App oder sonst wo gebucht werden. Wie gesagt, das Beispiel des Hotels und Booking ist, glaube ich, für jeden geläufig. Das Ganze war aber vor 20 Jahren nicht selbstverständlich. Und die Reise, die Fernreise in die USA oder nach Mallorca, die wurde im Reisebüro gebucht. Und wir als Kunde haben es gelernt und sind so grundlegend auch digital erzogen worden, dass wir heute halt eben mit diesem Prozess letztlich selbstverständlich auch hohe vierstellige, fünfstellige Beträge letztlich über genau so einen Prozess diesen. Und genau diese Idee bringen wir zum Auto.

[15:13] Der Kunde, der es heute convenience gewohnt ist, den bringen wir halt eben zum Auto aus. Okay. Leitet so direkt über, so in meine nächste Frage auch. Was bietet Fahren denn ganz konkret an, wenn ihr, ich sag mal, ich nehme nochmal bewusst so diese Verwechslung, fahren, ist ein Auto-Abo-Anbieter und den kann ich jetzt quasi als Händler dazu buchen, dass die jetzt Auto-Abo für mich machen. Löst das mal richtig auf, bitte. Gerne. Wir bieten an, dass das Fahrzeug, das heute mit einem Barpreis, mit einer Leasingrate oder einer Finanzierungsrate dem Kunden zum Kauf angeboten wird, eine zusätzliche Rate erhält. Und das ist dann die Abo-Rate. Also wir müssen grundlegend, wenn wir über das Abo sprechen, viel weiter in den Besitzmarkt blicken, als dass wir diese Konnotation in Richtung Autosanbietung haben.

[16:07] Das Auto, das wir heute oder das hier unser Partner seinen Endkunden anbietet, ist ein Fahrzeug, das halt genauso in anderen Finanzierungsformen zur Verfügung steht. Und wir haben eigentlich die Möglichkeit, ein Bestandsfahrzeug, ein Fahrzeug, der halt eben im Vorlauf ist, ein Lagerfahrzeug, wie auch immer, halt eben mit dieser Rate auszustatten. Und diese Rate wird wiederum in Schaufenstern, um das plastisch zu sagen, in Schaufenstern zur Verfügung gestellt. Und diese Schaufenster sind sogenannte White-Nabel-Shops, in der das genannte Beispiel Autos Müller, jetzt unter müller-abo.de beispielsweise, dieses Fahrzeug dann halt eben in einem komplett digitalen Buchungsprozess zur Verfügung stellt. Und da geht es immer um die Kundenbeziehung zwischen dem Autohaus, dem eigenen Auto und dem Kunden.

[16:55] Und wir sind am Ende des Tages nur das Liken, das in der zweiten Reihe diese Prozesse zur Verfügung stellt. Und diese vierte Finanzierungsform, beziehungsweise dritte Raten, die das Auto erhält, halt eben somit dann ermöglichen. Aber es ist halt wirklich, und das ist, glaube ich, ganz, ganz interessant, und da sind es wahrscheinlich alle vor fünf Jahren auch nicht ausgegangen, es ist in der Tat so, dass das Auto-Abo, wenn wir alle Fahrzeuge auswerten und alle Autos zusammen in einen Topf werfen und eine Durchschnittslaufzeit analysieren, dann wird das Auto-Abo im Durchschnitt für 13,5 Monate bei uns gebucht, beziehungsweise beim Partner. Und diese 13,5 Monate sagen was ganz, ganz anderes als spontaner Zweck, als Vermietung, als ich brauche ein Fahrzeug letztlich für einen konkreten Anwendungsfall.

[17:43] Irgendwann ich jetzt einen Transporter miete, weil ich umziehe, dann macht eine Autovermietung an der Stelle ganz, ganz, ganz viel Sinn. Wenn ich aber ein Auto für 13,5 Monate habe, dann ist das eigentlich nichts anderes als mein Besitztatzeug. Ich sage das ganz bewusst so überspitzt, denn der Kunde ist genau dieser Kunde, der halt irgendwann den Aufkleber seiner Lieblingsinsel oder seines Fußballvereins auf die Heckklappe klebt. Dem Kunden ist es nicht egal, welche Farbe oder welche Felge oder welche Ausstattung, welche Motorisierung das Auto hat, sondern das ist halt nicht genau dieser klassische Kunde, der eigentlich mit dem Thema Abo eine alternative Finanzierungsform bucht und das Auto aber ganz klar als sein Auto titulieren würde. Ich finde auch immer ein ganz greifbares Beispiel. Wenn wir beide jetzt nach Mallorca fliegen, was wir gerne mal tun können, dann machen wir das für fünf Tage und wir buchen uns ein Hotel zu machen und sagen, um da hinzukommen, brauchen wir ein Auto.

[18:40] Dann buchen wir uns eine Kategorie bei irgendeinem dieser großen Auto-Fermieter, die es dort auf der Insel gibt. Und das, was wir aussuchen oder auswählen, ist im besten Falle die Konfiguration, es ist ein Cabrio oder nicht Cabrio und es ist vielleicht ein Automatikfahrzeug oder nicht Automatikfahrzeug. Aber das war's. Wenn wir einen schwarzen Vierer Cabrio mit M-Paket bekommen, dann freuen wir uns beide wahrscheinlich. Wenn es ein blauer VB Tiguan in Basisausstattung oder ein T-Roc Cabrio ist, mögen wir das Fahrzeug vielleicht nicht ganz so gerne wie das andere genannt zum Beispiel. Und das ist halt eben für mich der Anwendungsfall, Vermietung uns interessiert eigentlich gar nicht unbedingt ganz, ganz doll im Detail, welche Ausstattung, welche Variante wir da jetzt gerade bekommen haben, sondern wir haben einfach einen Anwendungszweck und wollen mit diesem Auto über diese Insel fahren.

[19:27] Wenn wir beide jetzt aber für ein Jahr nach Mallorca gehen und sagen, wir machen Tim und Julia, wir machen ein neues Startup da und du brauchst deinen eigenen Dienstwagen quasi, um auf der Insel dein Geschäft machen zu können, dann sind dir all diese Attribute nicht egal. Und das ist genau das, was wir halt eben bei diesem Kundenmuster, Auto-Abo-Kunden, komplett analysieren und sehen. Es ist halt ein Kunde, der mit den gleichen Fragen das Autohaus adressiert, wie er es halt eben genauso bei der Finanzierungsform oder bei einem Barcode machen würde. Und dementsprechend muss man einfach gedanklich eine Trendschärfe da reinbringen und sagen, das Thema Autovermietung, das Thema, ich sag mal, in der Wolke als Überbegriff Mobility, ist für viele so kommentiert, dass du sagst, Carsharing, Autovermietung, Auto-Abo, das packe ich da mal alles rein.

[20:13] Und dann gibt es eine gegensätzliche Seite im Autohaus und die heißt Leasing, Finanzierung, Verkauf, Verkaufsarbeitsplatz des Autoverkäufers. Das sind aber Dinge, die werden nie miteinander vermengt. Und wenn wir das klug ansetzen und Beratung ist ein Teil unserer Tätigkeit, dann muss man immer ganz klar sagen, es ist ganz, ganz klar die Finanzierungsform an der Stelle und das Startzeug ist ein Bild für die Startzeug. Okay, ja höchst spannend. Ich will nochmal auf den Anfang so eingehen, dass es halt wirklich so wichtig ist, dass klar wird, dass ein Abo, dass ihr quasi, ich sag mal, auf der einen Seite beratet, also ihr beratet ja, den Handel, wie kann man denn ein Abo umsetzen und ihr liefert ja quasi, ich sag mal, die Technologie dazu, dass er sein, seine Produkte, seine Fahrzeuge regional im Zweifel in ein Abo bringen kann und so halt die Fahrzeuge auf die Straße noch bringt.

[21:16] Und nicht, das ist nicht, die Fahrzeuge werden nicht an euch verkauft oder sowas, das passiert ja alles eben nicht. Das ist das Wichtige, das wollte ich nochmal so ein bisschen rausstellen. Da hast du auch noch gerade so den Kunden so beschrieben, so den klassischen Kunden, wie lange der so Fahrzeuge nimmt. Habt ihr auch Ahnung drüber, wie alt so Kunden sind? Ja, und das ist auch ganz interessant. Schreib's doch mal. Was sagst du, Tim? Boah, die, spontan hätte ich, boah, spontan hätte ich relativ jung getippt, das glaube ich aber gar nicht unbedingt. Ich glaube, dass das im Durchschnitt, boah, Ende 20 so die Ecke, Kante 30.

[22:04] Höre ich, dann träum ich mich. Es ist in der Tat 39. Also der Durchschnitt ist 39 Jahre alt. Krass. Und gibt im Durchschnitt 680 Euro im Monat für das Auto-Abo aus. Und das ist, würde ich, wenn man das einfach mal bewertet, recht attraktiv finden.

[22:29] Ja, also den Wert hätte ich nicht geschätzt, sage ich ganz ehrlich. Da bin ich aber, ist ja immer sehr subjektiv. Also ich hätte da die magische 500 irgendwo so im Blick gehabt. Wobei da natürlich auch leicht zu argumentieren ist, ja, aber denkt, da kommt die Versicherung noch zu, Steuer irgendwie noch zu. Ist ja alles in Clu. Dennoch. Aber welche, vielleicht noch, welche Fahrzeugkategorien seht ihr denn die Autohändler so in der Breite erfolgreich ins Abo bringen? Ist das so der ausgelutschte Twingo oder keine Ahnung? Das Gegenteil? Wir sehen wirklich alles. Also das Gebrauchfahrzeug, das Neufahrzeug, das Luxusfahrzeug, der Kleinstwagen, das Portfolio, die Bandbreite ist wahnsinnig groß.

[23:18] Wir sehen und sind auch relativ professionalisiert an dem Punkt, die Gesamtwärtsschöpfungskette des Fahrzeugs in den Fokus zu stellen und ein neues Fahrzeug zu einem Gebrauchfahrzeug zu produzieren. Das heißt, du schickst dieses Auto-Abo-Fahrzeug für zwölf Monate auf die Reise, um das zu vereinfacht sagen oder die Zahl zu vereinfachen. Und dieses Fahrzeug kommt nach zwölf Monaten zurück und ist quasi mit den Grundparametern und Grundwerten ein optimales Gebrauchfahrzeug. Also sprich, der Kunde, der im Durchschnitt 1250 Kilometer im Monat fährt, erzeugt ein Schadensbild, erzeugt halt all die Rahmenbedingungen, die sehr, sehr attraktiv sind, um so ein Fahrzeug für den Zweitverwendungszweck vermarkten zu können. Und da sehen wir einen großen, großen Hebel.

[24:06] Der Markt dreht gerade rasant oder dreht sich rasant. Wir kommen aus einer Zeit mit Chip-Shortage und Co., wo wir halt wirklich wenig Fahrzeugverfügbarkeiten hatten. Das ist aktuell komplett sich verändernd. Und wenn man da halt wirklich den gesamten Blick auf die Wertschöpfungskette legt, dann ist es super attraktiv, ein Fahrzeug vorne halt eben zu beschäftigen, an Profit-Center da reinzunehmen, an Deckungsbeitrag zu erwirtschaften und das Fahrzeug nach zwölf Monaten dann halt in die Zweitverwendung zu geben und es dann halt eben zu verkaufen. Der Kunde, der das Autoabo fährt, der kommt in der Regel zu ganz, ganz hohen prozentualen und setzt dann auch wieder und schert das Fahrzeug halt nochmal, beziehungsweise bucht wieder ein Autoabo für weitere zwölf Monate. Allerdings ein anderes Auto. Dementsprechend ganz, ganz attraktiv aus Autos Perspektive da einen Grundcase zu bauen.

[24:56] Okay. Ja, okay. Vielen Dank da erstmal für, dass du das mal so genau beschrieben hast, weil das ist, glaube ich, durchaus nicht unwichtig. Wie, jetzt nochmal zu eurem Unternehmen, wie seid denn ihr so aufgestellt, frage ich immer so ganz platt aus dem Ruhrgebiet. Standort Würzburg hast du, glaube ich, schon verraten. Wie viele Mitarbeiter seid denn ihr jetzt im bereits fünften Jahr? Wie würdest du sagen, was ist denn so euer Wunschkunde? Unser Wunschkunde ist eigentlich jedes Autohaus. Gerade dieser Fokus-Autohaus ist für uns ganz, ganz interessant. Wir haben ein Produkt. Also wie sind wir aufgestellt? Wir haben etwas mehr als 40 Leute heute. Wir konzentrieren uns auf dieses eine Produkt und das ist das Befähigen zum Autoabo-Anbieter-Dasein. Und das machen wir, indem wir halt eben über verschiedene Strukturen, sprich begonnen in der Buchhaltung, Finanzabwicklung des einzelnen Fahrzeugs über quasi Marketing als Marketing-Tools und Lösungen, die wir dem Autohaus mit zur Verfügung stellen.

[25:54] Über natürlich eine ganz große Bandbreite an Product- und Software-Development. Das heißt, wir entwickeln unsere Software komplett selbst, schreiben diese Software komplett selbst und die Kollegen kommen mit der Idee vom Autohaus zurück in unsere Organisation, spitzieren daraus ein Produkt und das entwickeln wir dann selbst und geben uns dann quasi über die Struktur Key Account Management und Operations dann wieder zurück zum Kunden und dort betreiben wir das Ganze. Ja, also wirklich alles In-House, was ihr da entwickelt und beratet dann auch. Absolut, ja. Ich glaube, dass diese Betreuung und genau diese Partnerschaft durch die Nähe, die wir halt im Grundlegenden Produkt haben, ein ganz wichtiger Schlüssel ist.

[26:40] Also wir arbeiten mit den meisten Autohäusern, mit denen wir heute zusammenarbeiten, immer langfristig in einer quasi Entwicklungsphase zusammen. Und ein Autohaus so zu entwickeln, machen wir beispielsweise über eine ganz, ganz Narke-Account-Struktur, über eine Business-Development-Struktur. Das heißt, die Kollegen sind verantwortlich für ein Autohaus und entwickeln dieses Autohaus letztlich dem eigenen Autohaus-Produkt, das ja am Ende des Tages immer wieder dann, so wie auch jedes Autohaus sehr, sehr individuell ist, eine eigene Note bekommt. Und das begleiten wir eng und das ist nichts Kurzwistiges und das ist nichts, was man mal eben kurz mitmacht, weil es ein schöner Trend ist, sondern wir versuchen es eben nachhaltig zu entwickeln. Und da haben wir gute Beispiele. Und was ist unser Lieblingskunde? Und das ist vollkommen egal, es gibt die kleinen, immer mit ein paar Pendler, die mit uns sehr, sehr erfolgreich zusammenarbeiten.

[27:26] Wir haben aber auch Größenordnungen wie die Amag in der Schweiz als einer der ganz großen Kunden in unserem Portfolio. Dort arbeiten wir über 85 Autohäuser in der gesamten Schweiz hinweg. Also sprich, von groß bis klein ist da wirklich alles dabei. Und es gibt nicht das Autohaus, das jetzt eine schlechte Grundvoraussetzung erfährt, selbst Auto-Abo-Anbieter zu sein. Jedes Autohaus, das halt eben letztlich eine Leasing-Rate und eine Genenzierungsrate anbietet, kann am Ende des Tages auch eine Abo-Rate anbieten. Das können wir über ganz, ganz einfachen Weg eigentlich herstellen und dann eben auch so educieren, dass es dann für das Autohaus halt auch einfach abwickelbar ist. Und das ist eigentlich immer die Grundidee. Wir versuchen, die Lösungen im Hintergrund zu machen, die für das Autohaus halt eben schwer umzusetzen wären. Okay.

[28:12] Noch so eine etwas allgemeinere Frage, aber schon so Fokus Auto-Abo. Welche Herausforderungen und Chancen siehst du im deutschen Markt für das Auto-Abo, sag ich mal? Also wie sind so deine Erfahrungen und was siehst du so auch ein bisschen kommen?

[28:31] Es ist ja wirklich interessant, wenn du ein E-Commerce-Unternehmen bist, dann kannst du ja natürlich alles auswerten. Und wenn wir sehen, wie viel Suchanfragen und letztlich über Google Anfragen über den Marktplatz von Farben gibt, dann siehst du, dass das ein wahnsinniger Wachstumsmarkt als solcher ist. Und dieser Kunde, das, was ich vorhin schon mal meinte, das ist einer, der fragt kein anderes Produkt nach, sondern der sagt, hey, ich habe Convenience online gesehen, da gibt es ein Auto-Abo. Dann ist man über den Super Alkabotmus Google letztlich auf eine Seite gekommen und bucht dieses Fahrzeug. Und dieser Kunde, den adressiere ich oder den bekomme ich als Autohaus im Zweifel nicht und verliere ihn an einen etwaigen Auto-Abo-Anbieter, wenn ich diesen Kunden so nicht anspreche. Und das ist immer das, was wir vermeiden wollen. Und da dreht der Markt sich halt eben auch komplett hin.

[29:18] Und die Chancen, die sind da groß, gerade wenn ich sehe im Kontext Elektromobilität eine Unsicherheit im Markt. Wir haben so, so viele neue, wir haben disruptive Veränderungen im Markt. Da ist das Auto-Abo als niedrige Eintrittszüge beispielsweise für ein Elektrofahrzeug ein total attraktiver Case und für einen Kunden am Ende des Tages total leicht nachvollziehbar. Okay, also eher Chancen als, ja, ich habe ja nicht nach, nicht nach, nicht nach, nach dem Gegenteil, Probleme gefragt, sondern Herausforderungen und Chancen. Also von daher bist du wirklich positiver Dinge, ne? Ja, total, total. Muss man aktuell auch wirklich sagen. Die Jahre, wie ich es gerade schon gesagt habe, in Corona, in Ship Shortage, etc. Okay, also salopp gesagt, wir hatten eine tolle Idee. Wir haben ein tolles Produkt. Wir sind toll skaliert mit einigen Partnern.

[30:05] Aber der ganz große, also der ganz große Beschleuniger, der ist natürlich dadurch, dass keine Fahrzeuge im Markt verfügbar waren, auf die letzten zwei, drei Jahre halt eben ausgeliehen. Und das ist zum Glück gerade so, dass sich das stark verändert. Also wenn man bei uns auf den fahren.com Marktplatz schaut, dann gibt es mehrere tausend Fahrzeuge, die supportverfügbar sind, die jetzt direkt gebucht werden können. Und ja, da ist auf jeden Fall, glaube ich, noch viel Musik drin. Und da passiert gerade ganz, ganz viel. Ja, okay. Du hast noch die Plattform erwähnt. Und ich sage jetzt mal nur Plattform. Sag mal was zu der Plattform, die ihr erwähnt hast. Das scheint ja nicht so eine Kleinigkeit zu sein. Nee, das ist schon unser wichtigstes Vehikel. Das ist fahren.com. Das ist unser Marktplatz.

[30:51] Und am Ende des Tages halt eben genau unsere Reichweiten-Generierungsmaschine. Das heißt, unsere Partner stellen die Fahrzeuge nicht nur auf ihre eigene Homebench, sondern eben auch auf diesen fahren.com Marktplatz. Und das ist salopp gesagt eigentlich Deutschlands größter Auto-Abo-Marktplatz mittlerweile. Und entsprechend finden wir damit, wenn der Kunde, ganz, ganz klassisch über Google Auto-Abo eingibt, kommt der relativ schnell auf den fahrenden Marktplatz und findet dort halt eben, ich glaube, wir haben aktuell rund 4.000 Fahrzeuge sofort verfügter auf dieser Plattform. Da hat man aus dem Körper sowas wie 250 verschiedene Modelle. Entsprechend hat der Kunde natürlich ein wahnsinnig breites Feld an Überblick und kann natürlich wirklich regional in ganz Deutschland das passende Auto-Abo-Fahrzeug beim Händler für ihn selbst finden.

[31:40] Und da ist der Marktplatz für uns auch immer wirklich ein ganz, ganz wichtiges Vehikel für die Zusammenarbeit mit dem Autohaus. Weil das Autohaus darüber natürlich letztlich neue Kunden bekommt und in unserem Geschäftsmodell halt eben etwas, was keine zusätzliche Gebühr bei uns kostet. Also sprich, für den Händler ein sehr, sehr dankbares Tool und ja, man kann gut sagen, dass 80, 85 Prozent der Buchungen über diesen Marktplatz kommen und der Rest hat. Und der Rest hat quasi in der eigenen Paläferie des Autohauses halt eben gespielt. Okay, ja cool. Okay, ja cool. Danke, dass du das nochmal erläutert hast. Okay. Ja, gerne. Ja, Julian, ganz lieben Dank, dass du meinen bohrenden Fragen über und in euer Unternehmen so toll beantwortet hast, jetzt ist Zeit für die Abschlussfrage, den Klassiker, den wirst du kennen.

[32:29] Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Irgendwie bestellen, es kommt, du setzt, legst dich rein, liest was, steigst deine Arbeit wieder aus in Deutschland. Und damit ist die Frage, Galat, komplex geworden. Hättest du gesagt, in Shanghai, hätte ich mir das jetzt gut vorstellen können? Nein, ich glaube, das dauert noch ein paar Jahre. Aber ich gehe davon aus, dass das ganze Thema recht nicht ganz so einfach umzusetzen sein wird, wenn gleich diese Autos ja heute schon wahnsinnig autonom fahren können. Wenn ich sehe, ich habe es in Stuttgart erst gesehen beim Stuttgarter Flughafen, was Mercedes da auf die Beine stellt etc. Das ist ja schon begeisternd und möglich ist es ja. Von daher kann ich mir das recht schnell vorstellen. 2030, 2035, aber nicht ohne das Recht.

[33:16] Also dann realistisch in der Breite, was weiß ich, du kommst nach Düsseldorf ins Ruhrgebiet, wie auch immer, und willst autonom fahren, dann im Jahre? 2035. Okay. Bin der Optimist. Okay, sind wir, so gehen wir aus der Show raus. Vorhin auch schon so positiv, wo ich mich bedankt habe, jetzt auch so positiv bedanke ich mich nochmal. Dankeschön, dass du Rede und Antwort gestanden hast. Und mit dem Podcast sind wir für heute durch. Und ich sage, macht's gut da draußen. Tschüss und auf Wiedersehen. Und der Julian sagt, Danke, lieber Tim. Und bis ganz bald, ich freue mich. Alles klar. Ciao. Ciao.
