# KI-Schulungen für Autohäuser

URL: https://www.tim-kloetzing.de/ki-beratung/ki-schulungen-eu-ai-act/
Stand: 04.09.2026

Ihre Leute benutzen KI längst. Was ihnen fehlt, ist zu wissen, was erlaubt ist, was funktioniert und wo es gefährlich wird. Ich schule das, was in Ihrem Betrieb tatsächlich vorkommt.

## Was Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt, und was nicht

Hier wird gerade viel Unsinn erzählt, deshalb der Reihe nach.

Artikel 4 der Verordnung (EU) 2024/1689, dem sogenannten AI Act, gilt seit dem 2. Februar 2025. Er verpflichtet Anbieter **und Betreiber** von KI-Systemen. Betreiber sind Sie, sobald in Ihrem Haus beruflich ein KI-System benutzt wird. Für ChatGPT im Marketing gilt das genauso wie für eine Fachanwendung.

Eine Ausnahme für kleine Unternehmen gibt es nicht.

**Und jetzt der Teil, den Sie sonst selten hören.** Artikel 4 wurde am 27. Juli 2026 durch die Verordnung (EU) 2026/1744 neu gefasst und dabei abgeschwächt. Vorher mussten Sie „nach besten Kräften sicherstellen“, dass Ihr Personal über ein „ausreichendes Maß” an KI-Kompetenz verfügt. Jetzt müssen Sie Maßnahmen ergreifen, um „die Entwicklung der KI-Kompetenz zu unterstützen". Ein bestimmtes Kompetenzniveau einzelner Personen verlangt die Vorschrift ausdrücklich nicht mehr.

**Was Sie außerdem nicht brauchen:** ein Zertifikat. Die EU-Kommission schreibt in ihren Fragen und Antworten zur KI-Kompetenz ausdrücklich, dass kein Zertifikat nötig ist und eine interne Dokumentation von Schulungen genügt.

**Und was Ihnen niemand androhen sollte:** die großen Bußgelder. Artikel 4 steht nicht im Bußgeldkatalog des Artikels 99. Die 35 Millionen Euro und die 7 Prozent vom Jahresumsatz, mit denen gerade geworben wird, gelten für verbotene KI-Praktiken nach Artikel 5, nicht für fehlende Schulungen. Zuständig für Artikel 4 sind die nationalen Marktüberwachungsbehörden, die seit August 2026 durchsetzen können.

*Quellen: Verordnung (EU) 2024/1689, Artikel 4 und 99; Verordnung (EU) 2026/1744; Europäische Kommission, „AI literacy, questions and answers".*

Wenn Ihnen jemand eine Schulung mit Bußgelddrohung verkaufen will, wissen Sie jetzt, was Sie davon halten sollen.

## Warum Sie trotzdem schulen sollten

Weil die Pflicht nie der eigentliche Grund war.

43 Prozent der Unternehmen in Deutschland bieten bislang keine Schulungen zu KI an.

*Bitkom, Studienbericht „Künstliche Intelligenz in Deutschland" 2026, 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten.*

71 Prozent der Unternehmen, die keine KI einsetzen, nennen fehlendes Wissen als Grund. Mit Abstand der häufigste, vor rechtlicher Unsicherheit mit 58 Prozent und Datenschutzbedenken mit 53 Prozent.

*Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 444 vom 25. November 2024.*

In 4 von 10 Unternehmen kommen private KI-Werkzeuge zum Einsatz oder die Geschäftsführung geht davon aus. Nur 23 Prozent haben Regeln dafür.

*Bitkom, „Beschäftigte nutzen vermehrt Schatten-KI", 21. Oktober 2025.*

Das Bild ist eindeutig. Es wird gearbeitet, ohne dass jemand weiß, wie. Und es wird nicht geschult, obwohl das Wissen fehlt. Der rechtliche Rahmen ist dabei nur der Anlass, nicht der Zweck.

## Was ich schule

Keine Toolbedienung aus dem Handbuch. Ihre Leute können ein Eingabefeld bedienen. Was fehlt, ist Urteilsvermögen.

**Was in Ihrem Haus erlaubt ist.** Welche Daten in welches System dürfen, was auf keinen Fall, wen man fragt, wenn man unsicher ist. Das ist der Teil, den Ihre Regeln vorgeben und die Schulung verankert.

**Wie man vernünftig damit arbeitet.** An echten Aufgaben aus Ihrem Betrieb: Fahrzeugbeschreibung, Kundenkorrespondenz, Serviceerinnerung, Stellenanzeige, Auswertung. Nicht an Beispielen aus einer Präsentation.

**Woran man erkennt, dass das Ergebnis falsch ist.** Der wichtigste Punkt und der am seltensten geschulte. Ein KI-Text, der überzeugend klingt und sachlich falsch ist, richtet in der Kundenkommunikation mehr Schaden an als gar kein Text.

**Was rechtlich gilt.** Artikel 4, Datenschutz, Kennzeichnung, Urheberrecht bei Bildern. Verständlich und ohne Panikmache.

**Und die Frage, die nie im Programm steht:** Was bedeutet das für meinen Arbeitsplatz. Wer sie nicht beantwortet, bekommt eine Schulung, in der alle nicken und danach nichts passiert.

## Warum das mehr ist als eine Pflichtübung

Eine Untersuchung mit über 1.000 Ingenieuren hat dieselbe Arbeit bewerten lassen, einmal mit dem Hinweis, es sei KI beteiligt gewesen, einmal ohne. Die Bewertung fiel um 9 Prozent schlechter aus, sobald KI im Spiel schien. Bei Frauen und älteren Beschäftigten stärker.

*Acar, Gai, Tu, Hou: „Research: The Hidden Penalty of Using AI at Work", Harvard Business Review, 1. August 2025.*

Das ist der Grund, warum in Ihrem Haus niemand offen darüber spricht. Wer KI benutzt, riskiert, dass die eigene Leistung geringer geschätzt wird. Eine Schulung, die von der Geschäftsführung getragen wird, dreht genau diese Regel um. Sie macht aus etwas Heimlichem etwas Erlaubtes.

Das ist der eigentliche Ertrag. Nicht die Dokumentation für die Behörde.

## Wie eine Schulung abläuft

Ein Halbtag oder ein Tag im Haus, für das gesamte Team oder abteilungsweise. Vorher ein Gespräch mit der Geschäftsführung über Regeln und Grenzen, denn ohne die kann ich nicht schulen, was erlaubt ist.

Die Geschäftsführung sollte anwesend sein, mindestens zu Beginn. Eine Schulung, bei der die Leitung fehlt, wird als Pflichttermin gelesen und nicht als Richtungsentscheidung.

Auf Wunsch dokumentiere ich Inhalte und Teilnehmer so, dass Sie Ihre Bemühungen nach Artikel 4 nachweisen können. Ein Zertifikat ist dafür nicht nötig, eine interne Dokumentation genügt.

Wenn die Schulung Teil einer größeren Einführung ist, gehört sie in den Ablauf auf der Seite [KI-Beratung für Autohäuser](https://www.tim-kloetzing.de/ki-beratung/autohaendler/). Für Anbieter mit Zielgruppe Autohandel gilt dieselbe Pflicht, dazu die Seite [KI-Beratung für Dienstleister](https://www.tim-kloetzing.de/ki-beratung/dienstleister/). Wer als Geschäftsführer erst für sich selbst Klarheit braucht, bevor er das Haus schult, findet das im [Unternehmer-Coaching](https://www.tim-kloetzing.de/ki-beratung/unternehmer-coaching/).

## Warum ich

AI Coordinator, zertifiziert durch die TÜV SÜD Akademie. Die Ausbildung qualifiziert dafür, KI-Initiativen in Unternehmen strukturiert, verantwortungsvoll und regelkonform zu begleiten, einschließlich EU AI Act. Das Zertifikat liegt mit Datum auf der [Faktenseite](https://www.tim-kloetzing.de/tim-kloetzing/fakten/).

Dazu 25 Jahre im deutschen Autohandel. Ich schule nicht an allgemeinen Bürobeispielen, sondern an dem, was bei Ihnen tatsächlich anfällt.

Und ich verkaufe keine Software. Was ich in einer Schulung empfehle oder abrate, bringt mir nichts ein.

## Häufige Fragen

### Müssen wir schulen?

Ja, etwas müssen Sie tun. Seit dem 2. Februar 2025 verpflichtet Artikel 4 Betreiber, für die KI-Kompetenz ihres Personals zu sorgen. Bis Juli 2026 mussten Sie dabei „nach besten Kräften sicherstellen“, dass ein „ausreichendes Maß” erreicht wird. Seit der Neufassung genügt es, die Entwicklung dieser Kompetenz zu unterstützen. Sie müssen also handeln, aber kein bestimmtes Ergebnis nachweisen.

### Drohen uns Bußgelder?

Artikel 4 ist im Bußgeldkatalog des AI Act nicht aufgeführt. Die bekannten hohen Beträge betreffen andere Artikel. Zuständig sind die nationalen Marktüberwachungsbehörden.

### Brauchen wir ein Zertifikat?

Nein. Die EU-Kommission stellt ausdrücklich klar, dass kein Zertifikat erforderlich ist. Eine interne Dokumentation reicht.

### Gilt das auch für uns als kleiner Betrieb?

Ja. Eine Ausnahme für kleine Unternehmen gibt es nicht. Artikel 4 sieht für kleine und mittlere Unternehmen Unterstützung vor, keine Befreiung.

### Wir nutzen nur ChatGPT im Marketing. Sind wir überhaupt betroffen?

Ja. Wer ein KI-System beruflich einsetzt, ist Betreiber im Sinne der Verordnung. Rein private Nutzung fällt nicht darunter.

### Können Sie auch nur die Geschäftsführung schulen?

Ja, und in vielen Häusern ist das der sinnvolle erste Schritt. Wer Regeln aufstellen soll, muss das Thema selbst verstanden haben.

## Der nächste Schritt

Sie schildern, wer in Ihrem Haus womit arbeitet. Ich sage Ihnen, ob ein Halbtag reicht und wer dabei sein sollte. 30 Minuten, kostenfrei.
